zurück
WÜRZBURG
Liebe und Sex in grausamen Zeiten
Erster Weltkrieg Als die Kämpfe nicht aufhören, werden Moralvorstellungen über den Haufen geworfen, Wehrmachtsbordelle entstehen, Soldatenfrauen haben Verhältnisse mit Gefangenen. Eine andere Geschichte von den Fronten.
Adelbert und Maria Gümbel und ihr 1914 geborener Sohn Wilhelm im Jahr 1916. Staatsarchiv Würzburg, Familienarchiv Gümbel
Foto: Foto: | Adelbert und Maria Gümbel und ihr 1914 geborener Sohn Wilhelm im Jahr 1916. Staatsarchiv Würzburg, Familienarchiv Gümbel
Redaktion
 |  aktualisiert: 16.12.2020 10:38 Uhr

Am 23. Juni 1915, einem Mittwoch, setzt sich Adelbert Gümbel im von Deutschen besetzten französisch-belgischen Grenzstädtchen Comines hin, um einen zärtlichen Liebesbrief an seine Frau Maria in Würzburg zu verfassen, die er seit mehr als zehn Monaten nicht mehr gesehen hat. Vorsichtig klebt er getrocknete Blumen auf die erste Seite. „Mein innigst geliebtes süßes Weibchen“ schreibt er der 20-Jährigen. „Alle Blümlein des Gartens müssen dazu beitragen, den Brief meines lieben Herzchens zu schmücken.“

Immer informiert sein und
14 TAGE GRATIS testen
  • Alle Artikel in der App lesen
  • Bilderserien aus Mainfranken
  • Nur 9,99€/Monat nach der Testphase
  • Jederzeit monatlich kündbar