
Raue Steinbrüche, artenreiche Trockenstandorte und weite Blicke ins Maintal prägen den Muschelkalkweg bei Winterhausen. Die rund acht Kilometer lange Wanderung im Landkreis Würzburg führt durch eine Landschaft, die von urzeitlichen Meeren geformt wurde und heute ein Mosaik aus Natur und Geschichte zeigt. Zwischen Kalkmagerrasen, Streuobstwiesen und alten Steinbrüchen lassen sich faszinierende Einblicke in die Geologie und Vegetation Mainfrankens gewinnen.

1. Wohin geht der Ausflug und was ist das für eine Tour?
Die Rundwanderung auf dem Muschelkalkweg beginnt in Winterhausen im Landkreis Würzburg. Auf der rund acht Kilometer langen Tour können Ausflügler die faszinierende Geologie der Region entdecken, die von Millionen Jahre alten Muschelkalkformationen geprägt ist. Die Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere bietet. Einige Infotafeln entlang des Weges erklären die Besonderheiten der Natur und Geschichte der Umgebung und machen die Wanderung zu einem lehrreichen Erlebnis.
2. Wie komme ich da hin? Und wo parke ich?
Mit dem Auto ist Winterhausen bequem über die A3 und die B13 zu erreichen. Die Tour startet auf dem Parkplatz unmittelbar vor dem Ortsausgang in Richtung Fuchsstadt (Ecke Fuchsstadter Straße/Alte Steige). Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt vom Würzburger Hauptbahnhof mit dem Regionalzug keine Viertelstunde bis nach Winterhausen. Vom Bahnhof dort benötigt man rund zehn Minuten zu Fuß bis zum Startpunkt.

3. Warum sollte ich dorthin?
Der Muschelkalkweg in Winterhausen bietet eine wunderbare Gelegenheit, eine steinerne Facette Unterfrankens zu erkunden. Darüber hinaus lassen sich die geologischen Besonderheiten des Muschelkalks entdecken, die in dieser Gegend eine wichtige Rolle spielen. Auch die Stille und Naturverbundenheit, die der Weg vermittelt, machen ihn zu einem besonderen Erlebnis. Ein Spaziergang auf dem Wanderweg verbindet Natur, Kultur und Geschichte auf harmonische Weise.
- Hier geht's zur Tour auf Komoot

4. Was gibt es zu sehen und zu erleben?
Bis heute prägt Muschelkalk die Landschaft und Vegetation Mainfrankens. In Winterhausen gibt es mehrere Steinbrüche. Auf den Abraumhalden und in stillgelegten Brüchen entstanden wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Zusammen mit den Kalkmagerrasen bilden sie ein außergewöhnliches Mosaik aus Trockenstandorten. Die Wanderstrecke auf dem Muschelkalkweg verbindet die Trockenstandorte auf den Höhen mit den Biotopen der Maintal-Hänge.


Der Weg beginnt am Parkplatz an der Fuchsstadter Straße und führt durch das Uptal auf die Höhe des Fuchsstädter Berges. Mehrere Inschriften auf Steinen prägen die Tour. Auf den Höhen geht es vorbei an Steinbrüchen, Kalkmagerrasen und Streuobstwiesen. Herrliche Ausblicke ins Maintal gestalten die Wanderung zudem kurzweilig.
Die gut ausgeschilderte Route ist mit beigem Steinhauerwerkzeug auf weißem Grund gekennzeichnet.

5. Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Die Wanderung ist in zweieinhalb Stunden gut machbar, je nachdem wie viel Pausen man macht – Ruhebänke gibt es viele – und wie viel Zeit man sich an dem ein oder anderen sehenswerten Ausblick lässt beziehungsweise über einen eingemeißelten Spruch großer Dichter und Denker auf den Steinblöcken zu sinnieren beginnt.


6. Was ist die beste Zeit für diesen Trip?
Die Route ist ganzjährig begehbar, besonders zu empfehlen ist die Zeit vom Frühjahr bis in den Herbst. In der kalten Jahreszeit und bei Nässe können einige Passagen matschig und rutschig sein. An solchen Tagen ist festes Schuhwerk von Vorteil. Im Sommer packt man sich am besten auch Sonnencreme ein, da etliche Etappen auf freier Flur zu absolvieren sind.

7. Für wen ist der Ausflug geeignet?
Da ein Großteil des Weges auf unbefestigtem Boden verläuft, ist er weder für Kinderwagen noch für Rollstuhl geeignet. Ansonsten ist der Muschelkalkweg nicht übermäßig anspruchsvoll zu wandern und daher grundsätzlich für alle Altersgruppen mit durchschnittlicher Kondition gut machbar.

8. Wenn der kleine Hunger kommt: Wo gibt es was zu trinken und zu essen?
Auf der Strecke selbst gibt es keine gastronomischen Angebote. Im Winterhausen und auf der gegenüberliegenden Mainseite Sommerhausen gibt’s vom Café bis zum Restaurant gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten.



9. Wenn ich noch Zeit habe und bleiben will – was bietet die Umgebung?
- Bevor man sich in die nähere Umgebung aufmacht, sollte man zumindest mal einen kurzen Abstecher nach Winterhausen machen, um sich dort das denkmalgeschützte Altortensemble anzusehen. Das Zentrum bildet der Rathausplatz mit dem romantischen Dreigestirn aus Nikolauskirche, Kantorat und Rathaus.

- Sommerhausen liegt nicht weit entfernt und ist über die Brücke schnell zu erreichen. Mit ihrem historischen Kern gehört die Gemeinde zu den meistbesuchten Orten in der Ferienregion Fränkisches Weinland. Innerhalb des vollständig erhaltenen Stadtmauerrings finden sich zahlreiche gut erhaltene und gepflegte mittelalterliche Häuser und Höfe, in denen Wein und Kunst eine Hauptrolle spielen. Ateliers und Galerien locken außerdem viele Kunstinteressierte in das kleine Weinstädtchen am Main.
- Tiere zum Streicheln und Füttern, Natur pur, Spannung und Abenteuer gibt's im Tierpark Sommerhausen zu erleben. Infos unter tierparksommerhausen.de

- Die historische Altstadt von Ochsenfurt wird von einer nahezu vollständigen Befestigungsanlage mit zahlreichen Stadttoren und Türmen umrahmt. Die Fachwerkhauszeile und das Neue Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit seiner einzigartigen Figuren- und Monduhr im Lanzentürmchen bieten hübsche Fotomotive, genauso wie die Alte Mainbrücke, die als zweitälteste Steinbrücke Deutschlands gilt.

