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Gartenarbeit im Dezember: Mit diesen 5 Tipps überstehen Pflanzen und Vögel die kalte Jahreszeit
Viel ist tatsächlich nicht im Garten zu tun im Dezember. Frost, Schnee und Kälte lassen es oft nicht zu, dass mit den Böden im Garten gearbeitet wird.
Im Dezember ist der Garten oft eher weiß als grün, aber ein paar Farbtupfer zeigen sich trotzdem.
Foto: Getty Images | Im Dezember ist der Garten oft eher weiß als grün, aber ein paar Farbtupfer zeigen sich trotzdem.
Beate Spinrath-Beck
 |  aktualisiert: 29.11.2024 02:37 Uhr

Ein paar Sachen gibt es allerdings schon, die im Dezember im Garten geschafft werden können. Wenn die Welt draußen weiß wird und Weihnachten naht, hält man sich am liebsten kuschelig drinnen auf dem Sofa auf. Doch ein bisschen frische Luft zwischendurch schadet nicht - da bietet es sich an, sich dabei um den Garten zu kümmern. Einerseits, damit er nach dem Winter wieder schön blüht, andererseits, damit Pflanzen und Tiere die Gartenbesitzer auch im Winter erfreuen können. Hier ein paar Tipps, was im Dezember im Garten zu tun ist.

Das kann im Dezember gepflanzt werden

Solange der Boden im Garten nicht gefroren ist, können noch einige Pflanzen eingepflanzt werden. Dies gilt besonders für Kaltkeimer. Diese Pflanzen - auch Frostkeimer genannt - brauchen den Kältereiz, um keimen zu können. Zu den Kaltkeimern gehören unter anderem die Christrose, die Schlüsselblume, die Pfingstrose und das Alpenveilchen, das Tränende Herz und der Enzian. Unter den Gehölzen gibt es auch Kaltkeimer wie Liguster, Kirschlorbeer, Rosen und Stechpalmen.

Nur wenig lässt sich im Winter ernten, aber Rosenkohl und einige Salate gibt's im Beet. 
Foto: Getty Images | Nur wenig lässt sich im Winter ernten, aber Rosenkohl und einige Salate gibt's im Beet. 

Die Ernte im Winter

Geerntet werden können im Garten im Dezember vor allem Wintersalate. Dazu gehören Chicorée, Endivien, Radicchio oder Feldsalat. Außerdem können noch Grünkohl, Pastinake, Rosenkohl, Porree, Topinambur oder Schwarzwurzel frisch aus dem Garten verzehrt werden. Wenn frostempfindliches Gemüse wie Möhren, Sellerie oder Rote Beete noch im Boden ist, muss es geerntet und zu Hause kühl gelagert werden. Apropos lagern: Wenn Sie Gemüse oder Obst wie Äpfel oder Karotten eingelagert haben, sollten Sie es im Winter regelmäßig kontrollieren. Denn an schadhaften Stellen können sich Pilze bilden.

Gartenarbeit im Dezember: Pflege von Pflanzen

Gießen auch im Dezember nicht vergessen! Denn vor allem die immergrünen Pflanzen wie Koniferen, Rhododendron oder Kirschlorbeer können im Winter austrocknen. Wenn bei starkem Frost die Sonne scheint, verdunstet das Wasser über die Blätter. Aus dem gefrorenen Boden bei Frost kommt aber kein neues Wasser in die Pflanze nach, die Blätter vertrocknen. Neben dem richtigen Gießen gibt es auch die Möglichkeit, die Pflanzen mit Vlies vor dem Austrocknen zu schützen. Das Vlies spendet Schatten, das Wasser verdunstet nicht so schnell. Und wenn der Boden nicht gefroren ist, sollte gut gegossen werden.

Wenn richtig viel Schnee fällt und es kalt genug ist, bleibt der Schnee auf den Pflanzen liegen. Und wenn der Schnee zwischendurch taut und es wieder friert, bleiben Schnee und Eis auf den Ästen haften und werden immer schwerer. Äste können dann abbrechen. Deshalb ist es ratsam, bei großen Schneemengen ab und zu den Schnee von den Pflanzen zu schütteln.

Und was braucht der Rasen jetzt?

Im Winter sollte der Rasen möglichst nicht betreten werden, da nasser Boden durch das Gewicht verdichtet werden kann, was das Wurzelwachstum und die Wasserspeicherung beeinträchtigt. Eine Sandschicht kann Ende des Winters auf verdichteten Böden helfen, um den Boden zu lockern und Vertiefungen auszugleichen. Während der kalten Monate ist es nicht notwendig, den Rasen zu düngen, da er bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius das Wachstum einstellt. Vor dem Winter sollte der Rasen kurz geschnitten sein, und das Vertikutieren sollte erst nach dem Winter erfolgen, wenn der Rasen wieder zu wachsen beginnt. Sobald die Temperaturen über 5 bis 8 Grad Celsius steigen, kann der Rasen wieder gemäht werden.

Vögel freuen sich, wenn sie im Winter versorgt werden.
Foto: Getty Images | Vögel freuen sich, wenn sie im Winter versorgt werden.

Darüber freuen sich die Vögel im Dezember im Garten

Um Vogelfutter kostengünstig und einfach selbst herzustellen, kann man Vogelfutterglocken aus Zutaten wie Haferflocken, Leinsamen und ungeschwefelten Rosinen zubereiten. Wichtig ist, dass Vögel nicht im Futter stehen können, weshalb Futterglocken im Garten eine hygienische Alternative zu Meisenknödeln sind. Der richtige Standort für eine Futterglocke sollte schattig und katzensicher sein. Zur Herstellung wird ein Blumentopf verwendet, in den ein Loch gebohrt und ein Faden zum Aufhängen gezogen wird; die Futtermasse besteht aus Saaten und Fett wie Rindertalg oder Butterschmalz. Vögel im Garten sollten hauptsächlich im Winter bei Frost und Schnee gefüttert werden, und das Futter darf weder gesalzen noch gewürzt sein, um die Vögel nicht zu gefährden.

Das bringt Farbe in den Garten

Wer im Dezember etwas Farbe im Garten haben möchte, kann schon vorher Sträucher pflanzen, die im Winter bunte Früchte tragen. Der Feuerdorn hat leuchtende, orange-rote Beeren, die Früchte von Berberitze und Weißdorn sind rot. Die Vögel im Garten freuen sich auch über diese Beeren, denn sie sind Futter im Winter. Der Sanddorn trägt orange Beeren und der Schneeball dunkelrote bis schwarze Beeren.

 
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