
Der Ausbau der Katzenhackstraße soll bald abgeschlossen sein. Darüber informierte Bürgermeister Holger Schmitt in den Bürgerversammlungen in Oberebersbach und Niederlauer, zu denen sich jeweils rund 40 Personen eingefunden hatten. "Der Katzenhack ist in den Endzügen, wir liegen im Zeitplan. Das Bauende ist für den 30. Mai 2025 vorgesehen, die geplanten Kosten von 2,4 Millionen Euro abzüglich Förderungen werden eingehalten", sagte der Bürgermeister.
Zur Absicherung des Hangs und um die Pflege zu erleichtern, werde eine Stützmauer mit einer Länge von etwa 50 Metern erstellt. "Die Straße im Katzenhack ist arg schmal", monierte Christian Greb. Sie werde so ausgebaut, wie es die Regeln innerorts vorsehen, entgegnete Schmitt: "Aber die Gehsteige sind auch überfahrbar".
Als Bauprojekt in den Ortsteilen stellte Schmitt zunächst die Erneuerung der Ufermauern am Ebersbach mit Brückenerneuerung vor. Im März 2026 könnten voraussichtlich die Bauarbeiten beginnen. Für den Ausbau der Kirchbergstraße sollen laut Schmitt ab Sommer dieses Jahres weitere Planungen erfolgen. Aktuell wichtige Themen seien auch die Übernahme des kirchlichen Kindergartens Unterebersbach und die Erhöhung der Kreisumlage. Steigt diese wie angekündigt von 47,2 auf 52 Prozent – im Raum stehe noch eine Reduzierung um bis zu einen oder zwei Prozentpunkte –, werde sich die Zahlung der Gemeinde an den Landkreis fast verdoppeln, so Holger Schmitt: "Das trifft unsere Haushaltplanungen heftig".
Keine klare Ansage von Leonet zum Glasfaserausbau in Niederlauer
Des Weiteren liefen die Planungen für die Sanierung des Unterebersbacher Feuerwehrgerätehauses und den interkommunalen Solarpark zusammen mit Salz und Strahlungen, der im Winter 2026 ans Netz gehen soll. Außerdem machen sich die Räte Gedanken über einen eventuellen Verkauf des Ensembles aus Pfarrhaus und Jugendheim in Niederlauer, nachdem der Jugendclub sich aufgelöst und die Räume verlassen hat.

Schmitt nannte die Innenentwicklung und den Glasfaserausbau als weitere Projekte. Die Firma Leonet kündigte an, den Hauptort eigenwirtschaftlich auszubauen, Brückenstraße und Industriegebiet baut die Telekom gefördert aus. "Im Jahr 2025 setzt Leonet nur die Projekte um, deren Bau bereits begonnen hat", so Holger Schmitt. "Ob bei uns ab 2026 ausgebaut wird, können wir noch nicht sagen, weil wir keine klare Ansage von Leonet haben. Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern".
Immer wieder werde Hundekot auf Gehwegen und Privatgrundstücken hinterlassen, so das Ortsoberhaupt. Auch Vandalismus und illegale Abfall-Ablagerungen seien ärgerlich. "Da bringen Appelle nichts", sagte Paul Knaier. Seine Frage, ob am Müllcontainer eine Kameraüberwachung installiert werden könnte, um Sünder zu entlarven, verneinte der Bürgermeister. Das sei aus Datenschutzgründen im öffentlichen Raum nicht möglich.
Keine Nachfrage nach Bauplätzen in Niederlauer, ein Grundstück wurde zurückgegeben
Altbürgermeister Richard Knaier wollte wissen, ob in nächster Zeit die Ausweisung eines weiteren Baugebiets geplant ist. "Wir haben derzeit nur ein eingeschränktes Entwicklungspotential, außerdem ist die Baukonjuktur schlecht", sagte Holger Schmitt. Momentan lägen der Gemeinde zudem keine Anfragen nach Bauplätzen vor. Ein Grundstück sei sogar an die Gemeinde zurückverkauft worden, weil die Bauwilligen die Finanzierung nicht hätten stemmen können. Den Zustand des Spielplatzes in der Niederläurer Wegscheide kritisierte Günther Volkmuth. Drei von 12 Spielgeräten seien nicht funktionsfähig. Derzeit werde ein Konzept erstellt, um den gesamten Spielplatz neu zu gestalten, antwortete der Bürgermeister.
In der Bürgerversammlung für Ober- und Unterebersbach meldete sich nur eine Person zu Wort und monierte, die Straße vor dem Gemeinschaftshaus sei oft zugeparkt. Dann gebe es kaum ein Durchkommen. Das Parken auf Gehwegen sei ohnehin verboten, entgegnete der Bürgermeister. Die Straße sei zu eng, um dort weitere Schilder aufzustellen: "Aber wir werden das Thema im Gemeinderat diskutieren".
Holger Schmitt zeigte sich in seinem Fazit zufrieden mit den laufenden Projekten im Ort. "Wir als Gemeinde sorgen dafür, die Infrastruktur in einem guten Zustand und die Lebensqualität auf hohem Niveau zu halten", so der Bürgermeister. Er appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, sich für gemeindliche oder andere Ehrenämter zu engagieren, um das eigene Umfeld lebenswert zu gestalten. Wichtig sei ihm, bei Problemen direkt aufeinander zuzugehen und nicht über-, sondern miteinander zu reden.