
Seit der Entstehung der Erde gibt es ihn, in der Antike hat ihn der Mensch entdeckt. Damals glaubten die Wissenschaftler über den Magnetismus, dass es irgendwo im hohen Norden einen riesigen Berg aus Erz gebe, der weltweit jeden Kompass beeinflusse. Heute sind wir viel schlauer. Magnete sind in allen Haushalten zu finden und werden in jeglicher Art vom Lohrer Magnet-Fachhandel magnets4you in ganz Europa vertrieben. Seit genau zehn Jahren – ein Jubiläum, das gefeiert werden will – befinden sich in den eigenen Geschäftsräumen im Lohrer Industriegebiet nicht nur Magnete für die Industrie, ohne die in unserer täglichen Technik nichts mehr gehen würde, sondern auch praktische Magnetlösungen für den Alltag – von der magnetischen Fotoleine bis hin zum witzigen Kronkorken-Spiel.
Welche Magnete gibt es?
Manche Magnete wirken dauerhaft, andere nicht. Elektromagnete beispielsweise lassen sich an- und ausknipsen, da diese nur magnetische Kräfte entwickeln, wenn Strom durch eine Spule fließt. Darüber hinaus bestehen Magnete aus ganz verschiedenen Werkstoffen. Zwischen folgenden Typen wird unterschieden:
- Ferrimagnetische Stoffe: Kupfer, Nickel, Zink, Magnesium, Mangan
- Ferromagnetische Stoffe: Eisen, Nickel und Kobalt, sowie Legierungen aus diesen Stoffen und Legierungen mit einigen seltenen Erden
Diese Liste zeigt, dass Magnete aus unterschiedlichen Metallen bestehen. Je nach Einsatzbereich bieten die Stoffe verschiedene Vorteile. Legiertes Eisen oder Stahl können hohe Temperaturen aushalten und weiterhin magnetisch bleiben. Wahre Kraftpakete sind Neodym-Magnete, die auch als Supermagnete bezeichnet werden. Sie sind sehr viel anziehender als Ferritmagnete und können selbst als ganz kleine Neodym-Magnete schwere Gewichte anziehen.

Drei Beispiele, was Magnete im Alltag machen
Magnetismus begegnen wir bereits beim Aufstehen. Damit der Radiowecker klingelt, wird Strom benötigt. Damit das Licht im Bad angeht, brauchen wir Magnete. Denn in den Kraftwerken, die unseren Strom erzeugen, werden Magnete benötigt, um Bewegungsenergie in Strom umzuwandeln. Auf dem Weg in die Arbeit oder im Fitnessstudio hören wir Musik. Um den Sound zu hören, braucht es Lautsprecher oder Kopfhörer. Hier ist Magnetismus dafür verantwortlich, dass ein elektrisches Signal in ein akustisches Signal umgewandelt wird. Die Magnete erzeugen eine Vibration, die eine Membran zum Schwingen bringt. So kommt unser Lieblingssong in unser Ohr. Zur Mittagspause wärmen sich viele Menschen im Büro gerne die am Vorabend zubereitete Lasagne auf. Meist passiert das in einer Mikrowelle. Diese Alltagshelfer beinhalten sogenannte Magnetrons, die mithilfe verschiedener Magnete elektromagnetische Wellen erzeugen. Sie bringen die Wassermoleküle in Gegenständen zum Rotieren, das Wasser erwärmt sich und lässt Speisen wieder heiß werden.
Warum wir ohne Magnetismus unmittelbar sterben müssten
Magnetismus ist aber nicht nur praktisch, sondern überlebenswichtig für alles Leben auf der Erde. Denn das im flüssigen Erdkern erzeugte Magnetfeld ist unverzichtbar. Dieses Magnetfeld ist ein Schutzschirm, dass Sonnenwinde abhält. Ohne das Magnetfeld der Erde wäre der Planet ohne Wasser, ohne Bäume, ohne Tiere und auch ohne Menschen. Er würde wie eine gebrannte Mandel um die Sonne treiben. Würde dieses Magnetfeld zusammenbrechen, wäre die Endzeit ausgebrochen. Darüber hinaus wäre sämtliche Elektronik kaputt und unsere heute modernen Kommunikationsmöglichkeiten würden versagen. Das Szenario zeigt: ein Hoch auf den Magnetismus und seine Eigenschaften, die auch dafür gesorgt haben, dass aus magnets4you in Lohr am Main ein wichtiger Magnet-Spezialist in Deutschland und Europa wurde.
Wussten Sie das?
- Die meisten Eisensorten lassen sich als weichmagnetisches Material zwar magnetisieren, verlieren aber schnell wieder ihre magnetische Wirkung.
- Hartmagnetische Werkstoffe wie Neodym-Eisen-Bor-Gemische werden einmal magnetisiert und bleiben für immer ein Magnet. Sie nennt man dann Dauermagnete.
Hufeisenmagnete, die bekannte Form eines Magneten. Für Nachwuchswissenschaftler zu Hause oder in der Schule kann damit die Welt des Magnetismus spielerisch erkundet werden: