
Der vierte Sieg in Folge: Mit einer Energieleistung bezwang der FC 05 Schweinfurt die SpVgg Hankofen-Hailing mit 5:2 (1:1) und machte damit in der Fußball-Regionalliga Bayern einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Marc Reitmaier hat nach dem Zwölf-Punkte-Lauf nun sechs Zähler Vorsprung auf Eichstätt und vier auf Fürth II, die auf den beiden Relegationsplätzen liegen. Zu den direkten Abstiegsrängen beträgt der Vorsprung fünf Spieltage vor Schluss nun schon 13 Zähler.
Die Hankofener erwiesen sich allerdings von Anfang an als unangenehmer Kontrahent, giftig hinten und flink im Umschaltspiel. Damit hatten die Schweinfurter ihre liebe Not. Daran änderte auch die zeitige 1:0-Führung nichts: Adam Jabiri hatte nach einer Flanke von Lukas Aigner per Kopf getroffen (17.) – die nötige Sicherheit bescherte das 18. Saisontor des 38-Jährigen dem Team jedoch nicht. Immer wieder stichelten die Gäste bei Kontern die zuletzt dreimal siegreichen Nullfünfer. Gegen den rechts durchgebrochenen Vincent Ketzer rettete 05-Keeper Bennet Schmidt gleich zweimal binnen Sekunden (3.), ebenso gegen David Vogl aus kurzer Distanz (23.).
Dazwischen das 1:1 vom Punkt: Nach einer Ecke unterlief Kristian Böhnlein ein Handspiel, den fälligen Elfmeter verwandelte Andreas Wagner lässig ins rechte Eck (22.). Böhnlein sah Gelb und ist damit im Spiel gegen Ansbach gesperrt. Nach einer halben Stunde etwa verlagerte sich das Spiel dann doch langsam in die SpVgg-Hälfte – richtig gefährlich wurde es aber nicht. Tim Kraus (33., 44.) und Benjamin Hadzic (35.) ballerten kernig drüber, Jacob Engels Flachschuss war kein Problem für SpVgg-Schlussmann Sebastian Maier (37.).
Es war halt mal wieder wie in den letzten Wochen auch: Nach vorne geht immer was, hinten ist der FC 05 einfach zu anfällig. Teilweise kommen die Spurts in die Zweikämpfe nicht gedankenschnell genug. Im Nachsetzen holen sich die Schweinfurter zwar viele Bälle zurück, aber eben nicht immer. Zumal die Gäste blitzschnell und ziemlich präzise konterten. Beim 1:2 freilich stand 05-Verteidiger Ivan Mihaljevic mit einem Luftloch Pate, Andreas Wagner erlief sich den Ball und schloss eiskalt ab (54.).
Zwischenzeitliche Gästeführung rüttelt den FC 05 erst richtig wach
Doch die Nullfünfer schien dieser Treffer erst richtig wachzurütteln. Plötzlich rollte Angriff auf Angriff aus Tor der Spielvereinigung. Nach einem wilden Gestocher am Fünfmeterraum war Kevin Fery mit einem Mal völlig frei und staubte zum 2:2 ab (55.). Und keine vier Minuten später lag der FC 05 tatsächlich wieder in Führung: Nach einer Hereingabe von rechts hatte war Hadzic acht Meter vor dem Tor freie Bahn: 3:2 (59.). Und weiter war jetzt nur noch die Reitmaier-Elf im Vorwärtsgang. Einen Hadzic-Schuss lenkte Maier zur Ecke (63.) und ein Jabiri-Kopfball touchierte die Querlatte (68.).
Jetzt war der Wille der zuvor schon sieben Mal in Folge unterlegenen Niederbayern gebrochen, sie hatten die besseren Physis der Schweinfurter nichts mehr entgegenzusetzen. Und die setzten mutig nach, zu oft in dieser Saison waren sie noch böse überrascht worden. Diese Gefahr war spätestens gebannt, als Malik McLemore nach Engel-Vorarbeit wunderbar über Maier hinweg zum 4:2 ins Tor lupfte (72.).
Zwei Traumtore durch den eingewechselten Malik McLemore
Den einen oder anderen Vorstoß wagten die Gäste zwar noch, doch fehlte ihnen jetzt Tempo und Präzision, während der FC 05 in den letzten 20 Minuten seine Zweikampfquote deutlich verbesserte. Ein bisschen übertrieben hat es allerdings der eingewechselte Lukas Zeller - nach zwei Foulspielen sah der Innenverteidiger Gelb-Rot (85.) und fehlt ebenfalls gegen Ansbach. Eine Minute später dann nach einem Foul der Gäste an Hadzic eine wilde Rudelbildung: Gelb für den reklamierenden Schweinfurter McLemore und Rot für den Hankofener Timo Sokol (87.).
Der FC 05 blieb davon unbeeindruckt und setzte durch McLemore Traumtor zum 5:2 sogar noch einen drauf in der Nachspielzeit. Nun haben die Schweinfurter am Samstag (14 Uhr, Sachs-Stadion) gegen die SpVgg Ansbach die Chance, den Ligaverbleib schon annähernd sicher einzutüten. Für die unterlegenen Gäste aus Hankofen-Hailing indes dürfte der Abstieg kaum noch zu vermeiden sein.
Was er seit der katastrophalen Gmünder-Zeit aus dem Kader herausholt ist bemerkenswert und offensiv wieder richtig ansehnlich!
Abwarten ob er seine Zukunft als Amateur Trainer sieht.