
Ein leuchtendes Beispiel für inklusiven Sport in Schweinfurt, die Tiertafel in Würzburg, Bürgertaxis auf dem Land, Seniorentreffs, Tauschläden oder sozial engagierte Frauen, die seit über 40 Jahren regelmäßig Krankenbesuche machen – das sind nur einige der vielen Initiativen für bürgerschaftliches Engagement aus Unterfranken, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Aktion "Zeichen setzen!" vorgestellt worden sind.
Seit über 20 Jahren würdigen die Main-Post und das Lernwerk Volkersberg aus Bad Brückenau gemeinsam vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Nun startet die Aktion in eine neue Runde. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um "Zeichen setzen!".
Wer kann sich bewerben?
Jeder kann Personen, Gruppen oder Vereine vorschlagen, die Wichtiges zum Gemeinwohl beitragen. Menschen also, die in die Bresche springen, wo es nötig ist, weil Bund, Land oder Kommunen nicht mehr helfen. Oder wo noch nie geholfen wurde, weil es bislang keinen kümmerte. Initiativen können sich auch selbst bewerben. Eingereicht werden können Projekte und Initiativen aus Unterfranken und dem benachbarten Main-Tauber-Kreis.
Wie kann ich mich bewerben?
Die Bewerbung oder Hinweise auf mögliche Projekte schicken Sie bitte per E-Mail an: zeichensetzen@mainpost.de oder zeichensetzen@volkersberg.de
Bewerbungen per Post richten Sie bitte an folgende Adressen: Main-Post GmbH, Claudia Schuhmann, Berner Straße 2, 97084 Würzburg oder Lernwerk Volkersberg, Jens Hausdörfer, Volkersberg 1, 97769 Bad Brückenau.

Gibt es eine Bewerbungsfrist?
Bewerbungen sind ab sofort bis einschließlich 31. August 2025 möglich.
Was passiert nach einer Bewerbung?
Erfüllt die Bewerbung die Kriterien und wird ausgewählt, stellt diese Redaktion die Initiative bzw. das Projekt vor. Dazu kommt eine Reporterin oder ein Reporter zu Besuch und spricht mit den Ehrenamtlichen. Der Artikel erscheint dann in der gedruckten Zeitung auf mainpost.de. Unter allen Beiträgen werden am Jahresende fünf Preisträger ausgewählt.
Welche Kriterien sollte eine Bewerbung erfüllen?
Bei der Auswahl orientiert sich die Jury im Wesentlichen an diesen Punkten:
Bürger werden direkt für Bürger aktiv. Das Projekt ist beispielhaft und regt zur Nachahmung an. Das Projekt greift akute Probleme mit einer innovativen Idee auf. Das Projekt hat ein langfristiges Ziel, es wird fortgesetzt.
Wer sitzt in der Jury?
Die rund 20-köpfige Jury setzt sich aus Vertretern der Main-Post, des Lernwerk Volkersberg sowie Personen aus Reihen der Preisgeldstifter, verschiedener Sozialverbände sowie des öffentlichen Lebens zusammen. Auch ist der erste Preisträger des Vorjahres mit dabei. Die Jurysitzung findet im Spätherbst statt.
Welche Preise werden 2025 vergeben?
Fünf Förderpreise werden wieder vergeben. Dotiert sind sie so: 3000 Euro gestiftet von der Fürstlich Castell'schen Bank, 2000 Euro gestiftet von der Gustav-Gunsenheimer-Stiftung, 1000 Euro von der Mediengruppe Main-Post, 1000 Euro vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Würzburg und 500 Euro gestiftet vom Lernwerk Volkersberg.
Wann und wo findet die Preisvergabe statt?
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Gala Ende November statt, zu der Vertreterinnen und Vertreter aller Bewerber-Initiativen eingeladen werden. Genauer Termin sowie der Ort stehen noch nicht fest.
Seit wann gibt es "Zeichen setzen!"?
Im Jahr 2003 wurde die Aktion gegründet und erstmals durchgeführt. Bislang wurden rund 350 besondere ehrenamtliche Initiativen aus Unterfranken vorgestellt und 87 Preise verliehen. Insgesamt wurde in diesen 22 Jahren ein Preisgeld von rund 117.000 Euro an Projekte ausgeschüttet.

Wer übernimmt die Patenschaft 2025?
Jährlich übernimmt eine prominente Persönlichkeit die Patenschaft für "Zeichen setzen!" und ist bei der Preisverleihung Ehrengast. Dazu zählten bereits die Schauspielerinnen Marie-Luise Marjan, Uschi Glas oder Michaela May, Kabarettist Frank-Markus Barwasser, der frühere Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie im vergangenen Jahr VdK-Präsidentin Verena Bentele. Die ehemalige Paralympics-Sportlerin hielt ein leidenschaftliches Plädoyer fürs Ehrenamt: "Oft nehmen wir die ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und Verbänden als selbstverständlich hin. Doch das ist sie nicht. Jeder sollte sich fragen, ob er sich engagieren kann."
Wer die Patenschaft 2025 übernimmt, steht noch nicht fest.
Wo finde ich Infos und frühere Beiträge?
Viele Informationen rund um die Aktion, die Bewerbungskriterien sowie erschienene Beiträge finden Sie unter www.mainpost.de/zeichensetzen und lernwerk.volkersberg.de.