
Die Zukunft mitgestalten und jungen Menschen aus Schweinfurt eine Stimme geben. Genau das möchte das seit Mitte Oktober 2024 aktive Kinder- und Jugendparlament. Das 26-köpfige Gremium, das aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der weiterführenden Schulen besteht, traf sich nun zum vierten Mal im großen Sitzungsaal des Schweinfurter Rathauses. Dort wurde unter anderem über mögliche Kooperationen, einen "Jugend-Debattier-Tag" und das Thema ÖPNV diskutiert.
Das Kinder- und Jugendparlament plant eine "Jugend-Debattier-Tag"
Connor Barber, Schüler des Olympia-Morata-Gymnasiums und Vorsitzender des Parlaments, eröffnete die Sitzung, bevor die in den vorherigen Sitzungen neu gegründeten Ausschüsse von ihrer Arbeit berichteten. So hatte sich zum Beispiel ein Ausschuss mit der Idee eines "Jugend-Debattier-Tages" befasst.
"Wir wollen für Jugendliche einen Tag veranstalten, an dem sie sich untereinander und mit uns austauschen können. Dadurch können wir erfahren, was Schülerinnen und Schülern wichtig ist", erklärt ein Mitglied des Parlaments das Konzept. Zusätzlich sei geplant, dass an diesem Tag auch einzelne Mitglieder des Stadtrates in den Austausch mit den Jugendlichen gehen. Der Debattier-Tag soll Ende Juli 2025 stattfinden.
Teilnahme am Bundesprogramm "Demokratie leben!" beschlossen
Zusätzliche Direktbusse an Schulen, längere Umstiegszeiten am Roßmarkt und eine bessere Planung der Buskapazitäten: Diese und weitere Punkte hatte das Jugendparlament in einer Stellungnahme zu Papier gebracht und anschließend der Stadt mitgeteilt. Nun sammelte das Gremium erste Rückmeldungen. Hat sich die Verkehrssituation für Schülerinnen und Schüler in der Zwischenzeit verbessert? Die Wortmeldungen fielen positiv aus. Es laufe alles etwas koordinierter ab, erklärte ein Mitglied des Parlaments.

Anschließend wurde über zwei Kooperationsanfragen diskutiert. Zum einen eine mögliche Teilnahme am Bundesprogramm "Demokratie leben!" und zum anderen die Organisation einer Jugenddisko beim Bolzplatz, Open Air am Baggersee. "Demokratie leben!" ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es soll das demokratische Miteinander fördern und stellt finanzielle sowie personelle Unterstützung für Teilnehmende bereit.
Die Entscheidung über eine Teilnahme am Projekt wurde ohne Gegenstimmen beschlossen. Damit steht dem Kinder- und Jugendparlament künftig eine Fördersumme von 5000 Euro für das Jahr 2025 zur Verfügung. Sorya Lippert, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt und Mitverantwortliche des Projekts, hatte sich zuvor für eine Teilnahme ausgesprochen.
Erstes Fazit der Geschäftstelle des Jugenparlaments Schweinfurt
Am Ende der knapp eineinhalbstündigen Sitzung zog Patrick Weisenberger ein erstes Resümee. Der Mitverantwortliche der Geschäftsstelle Jugendparlament Schweinfurt lobte das Engagement der im Parlament vertretenden Schülerinnen und Schüler. "Ihr seid super engagiert. Ihr habt euch vier Sitzungen im Jahr in eurer Satzung vorgenommen. Das habt ihr mit dem heutigen Tag nach nicht einmal der Hälfte eurer Amtszeit geschafft."