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HANDBALL: 3. LIGA SÜD
Stresstest im Erzgebirge: Die Wölfe Würzburg schnuppern beim EHV Aue Aufstiegsrunden-Atmosphäre
Der unterfränkische Handball-Drittligist tritt beim direkten Verfolger an. Der ist jedoch für den Tabellenzweiten in dieser Saison nur noch bedingt ein Rivale.
Auf geht's zum Härteste nach Aue: Abwehrchef Michel Reitemann und seine Wölfe Würzburg gastieren am Sonntag beim Tabellendritten.
Foto: Julien Becker (Archivfoto) | Auf geht's zum Härteste nach Aue: Abwehrchef Michel Reitemann und seine Wölfe Würzburg gastieren am Sonntag beim Tabellendritten.
Uli Sommerkorn
 |  aktualisiert: 03.04.2025 02:39 Uhr

Wer vor der Saison auf den Spielplan der 3. Handball-Liga Süd geschaut hat, dem könnte eine Partie am Sonntag, 30. März, besonders ins Auge gefallen sein. Denn am fünftletzten Spieltag der Runde stehen sich ab 17 Uhr in der Erzgebirghalle Lößnitz mit dem EHV Aue (3. Platz/31:19 Punkte) und den Wölfen Würzburg (2./37:13) zwei Teams gegenüber, die als heiße Anwärter auf die beiden Aufstiegsrundenplätze zur 2. Bundesliga gehandelt worden waren.

Dass die Partie nun doch kein Schlüsselspiel in Sachen Aufstiegsrunde sein wird, liegt nicht zuallerst daran, dass die Gäste mit einem komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung anreisen. Vielmehr hat der EHV Aue kürzlich verlauten lassen, anders als die Würzburger, keine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt zu haben. Und genehmigter Lizenzantrag ist aber Voraussetzung für die Aufstiegsrunden-Teilnahme.

Verletzter Nationaltorhüter

Ex-Zweitligist EHV Aue begründet den Schritt auf seiner Homepage damit, dass die aktuelle sportliche Leistungsfähigkeit des Teams nicht ausreiche, aber auch mit den hohen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Herausforderungen, die die 2. Bundesliga mit sich bringe. Zwar verfügt der EHV in der fünf Kilometer von Aue entfernten Stadt Lößnitz über eine Spielstätte, die 2200 Zuschauer fasst. Die entspreche aber trotz einiger zuletzt in die Spielstätte getägiter Investitionen nicht mehr den Anforderungen der Handball-Bundesliga (HBL).

Hinzu kommt, dass der Auer Kader zwar namhaft besetzt ist, aber der auf dem Papier bekannteste Spieler langfristig fehlt. Der niederländische Nationaltorhüter im Trikot des EHV, Arjan Versteijnen, der zu dieser Saison erst verpflichtet wurde, hat sich im Oktober 2024 einen Kreuzbandriss zugezogen.

So will der EHV wohl einen eher längeren Anlauf für die Rückkehr in die Zweitklassigkeit nehmen und hat für die kommende Saison mit dem 62-jährigen Uwe Jungandreas einen renommierten Trainer verpflichtet, der in den vergangenen drei Jahrzehnten mit der HSG Freiberg, dem SV Concordia Delitzsch, DHfK Leipzig, dem SC Magdeburg und dem Dessau-Roßlauer HV Vereine von der 1. bis zur 3. Liga gecoacht hat.

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Gleichwohl stellen sich die Wölfe in Lößnitz auf einen heißen Tanz ein, der für sie schon einen Vorgeschmack auf die am Samstag, 17. Mai, mit einem Würzburger Heimspiel beginnende Aufstiegsrunde geben dürfte: "Wir freuen uns auf das Spiel. Die Jungs können mal zeigen, wie stressresistent sie sind. Die Atmosphäre in Aue ist ein bisschen anders als anderswo. Das wirkt sich auf Spieler und Schiedsrichter aus", macht Würzburgs Trainer Heiko Karrer klar, der das Spiel voraussichtlich in der gleichen Besetzung angehen wird wie beim jüngsten 31:28-Heimsieg über den SV Plauen-Oberlosa.

 
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