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Würzburg
Vom verfemten Opfer zur feministischen Ikone: Der Würzburger Kulturspeicher zeigt den Wandel der Hexe in der Kunst
Die Ausstellung "Hexen! Über Körper, Wissen und Macht" beleuchtet mit prominenten Exponaten die Transformation der Hexe vom Schreckensbild zur Leitfigur.
Beunruhigend vital: Die Skulptur 'Hexe bei der Toilette für die Walpurgnisnacht' aus dem Jahr 1895 der Bildhauerin Teresa Feodorowna Ries. In Würzburg ist ein Gipsabguss des Originals zu sehen, das in Wien im Museum steht.
Foto: Silvia Gralla | Beunruhigend vital: Die Skulptur "Hexe bei der Toilette für die Walpurgnisnacht" aus dem Jahr 1895 der Bildhauerin Teresa Feodorowna Ries.
Mathias Wiedemann
 |  aktualisiert: 10.10.2023 03:37 Uhr

Altes Weib mit warziger Nase wie in "Hänsel und Gretel" oder smarte Nachwuchszauberin wie Hermine in "Harry Potter" - es scheint, als sei die Figur der Hexe nahezu unbegrenzt und nahezu willkürlich interpretierbar. Ein Trugschluss: Über die Jahrhunderte lässt sich ein roter Faden ausmachen - wenn man ihn so gewissenhaft verfolgt wie das Würzburger Museum im Kulturspeicher in seiner neuen Ausstellung. Dieser Faden wechselt zwar mehrfach radikal die Richtung, seine Windungen gehen aber schlüssig eine aus der anderen hervor.

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