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Würzburg/Schweinfurt
Urteil nach Tod eines essgestörten Mädchens: "Manchmal merken Eltern gar nicht, wie stark ihr Kind abnimmt"
Am Landgericht Schweinfurt sind jetzt die Eltern einer 16-Jährigen der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Die Zahl der Essstörungen steigt - auch in der Region.
Ständige Beschäftigung mit Essen und Gewicht? Während der Corona-Pandamie starb eine 16-Jährige in Unterfranken an den Folgen von Mangelernährung (Symbolfoto).
Foto: Annette Riedl, dpa | Ständige Beschäftigung mit Essen und Gewicht? Während der Corona-Pandamie starb eine 16-Jährige in Unterfranken an den Folgen von Mangelernährung (Symbolfoto).
Benjamin Stahl
,  und   Désirée Schneider
 |  aktualisiert: 01.12.2024 02:28 Uhr

Das Landgericht Schweinfurt hat am Dienstag eine Mutter und einen Vater, deren 16-jährige Tochter an den Folgen einer Essstörung gestorben war, der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Von einer Strafe sah das Gericht jedoch ab. Die Kammer mache von einer "absoluten Ausnahmevorschrift" Gebrauch, sagte die Vorsitzende Richterin Claudia Guba: Gerichte können von der Verhängung einer Strafe absehen, "wenn die Folgen der Tat, die den Täter getroffen haben, so schwer sind, dass die Verhängung einer Strafe offensichtlich verfehlt wäre".

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