
Natürlich hat die Lebensmittelkontrollstelle hier auch ein Wörtchen mitzureden: „Spezielle Vorschriften für solche Läden gibt es nicht“, erklärt Waldmann. „Aber man kommt mit den Produkten auch eigentlich nicht in Berührung.“ Die größte Herausforderung sei die Kühltheke gewesen, weil eigene Gefäße der Kunden sich zwar auf der Kühltheke aber nicht dahinter befinden dürfen. „Um Joghurt oder Quark abzufüllen, benutze ich jetzt Tabletts, auf denen das Gefäß abgestellt wird – die Tabletts werden direkt danach gespült“, sagt Waldmann. „Damit ist die Lebensmittelkontrollstelle einverstanden.“
Trend zu regionalen Produkten
Es ist auch der Trend hin zu regionalen Produkten, der die große Resonanz auf den Laden erklärt: „Ich versuche, alles möglichst regional zu bekommen“, sagt Waldmann. So bezieht sie ihre Waren zum Beispiel von verschiedenen Demeterbetrieben im Würzburger Umland und hat Vereinbarungen mit jungen Bio-Landwirten getroffen, die erst nach der nächsten Ernte liefern können. Vertrauen spiele eine große Rolle, sagt sie. Und weil sich zum Beispiel der Kakao-Anbau in Unterfranken schwierig gestaltet, achtet sie hier besonders auf fairen Handel: „Mein Händler besucht die Bauern in Peru jährlich und kennt sie alle persönlich“, erklärt Waldmann.