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WÜRZBURG
Schwanger in einem fremden Land
Das unterfränkische pro familia-Team: (von links) Beate Schlett-Mewis und Hans-Peter Breuner aus Würzburg, Martina Schneider aus Schweinfurt und Maria Bakonyi aus Aschaffenburg.
Foto: Pat Christ | Das unterfränkische pro familia-Team: (von links) Beate Schlett-Mewis und Hans-Peter Breuner aus Würzburg, Martina Schneider aus Schweinfurt und Maria Bakonyi aus Aschaffenburg.
Pat Christ
Pat Christ
 |  aktualisiert: 16.12.2020 10:48 Uhr

Nicht nur das Angebot für schwangere Frauen wird von Flüchtlingen nachgefragt. Vereinzelt kommen inzwischen auch Klienten mit Fluchthintergrund in die pro familia-Fachberatungsstelle bei sexueller Misshandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Hans-Peter Breuner in Würzburg leitet. Auch hier haben nicht nur sprachliche Hürden große Folgen für die Beratungstätigkeit.

Flüchtlingsfrauen, die sich an pro familia wenden, erzählen im Laufe der Beratung nicht selten von Gewalt, die sie auf der Flucht oder in Deutschland erlebt haben. Manchmal geht aus ärztlichen Papieren hervor, dass eine Frau auf der Flucht vergewaltigt und deshalb schwanger wurde. Immer wieder hören die Beraterinnen aber auch, dass die Frauen in Deutschland von ihrem Mann schlecht behandelt werden.

Dass Gewalt bei Paaren mit Fluchthintergrund offenbar relativ häufig vorkommt, liegt nicht zuletzt an den Lebensumständen der Flüchtlinge, betont Hans-Peter Breuner. Die Menschen wohnen in den Unterkünften auf engstem Raum zusammen. Die Unterkünfte würden so leicht zum „Pulverfass“.

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