
2001 stieg Joachim Kuhn ins Isoliergeschäft ein und gründete die Firma va-Q-tec. 15 Jahre später ging der Würzburger Dämmstoff-Spezialist an die Börse. Es ist eine mainfränkische Erfolgsgeschichte. In zwei renommierten Wettbewerben wurde der Firmengründer nun als "Unternehmer des Jahres" ausgezeichnet.
Mit Dämmstoffen an die Börse
Im Rahmen der European Business Awards, die in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen wird, wurde er zum nationalen Gewinner in Deutschland gekürt. In der Begründung heißt es, mit Kuhn habe va-Q-tec einen "großartigen Unternehmenslenker", der sich besonders durch "Innovation, Ethik und Erfolg" hervorgetan habe.
Die European Business Awards sind laut Mitteilung einer der größten Unternehmenswettbewerbe der Welt. Ziel sei es den Erfolg von europäischen Unternehmen zu würdigen und die Entwicklung einer stärkeren Wirtschaftsgemeinschaft in Europa zu unterstützen.
120 000 Firmen aus 33 Ländern haben sich in diesem Jahr beworben. Die nationalen Gewinner stehen jetzt fest. Im Dezember – bei einer Gala in der polnischen Hauptstadt Warschau – wird sich entscheiden, wer europäischer Gesamtsieger wird. Va-Q-tec ist weiter im Rennen.
Auch beim Wettbewerb "EY Entrepreneur of the Year" (Unternehmer des Jahres) der Wirtschaftsberatung Ernst & Young wurde Kuhn als Finalist in der Kategorie "Industrie" ausgewählt. Auch dieser Preis würdigt "Unternehmertum, Innovation und persönliches Engagement". Die Ehrung fand vergangenen Freitag bei einer Gala im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart statt.
Unterfränkisches Unternehmen an der Börse
Kuhn selbst verweist auf die erfolgreiche Entwicklung in den vergangenen 18 Jahren. Er sei stolz darauf, wo das börsennotierte Unternehmen heute stehe. Dass sich va-Q-tec in zwei Wettbewerben gegen Tausende von Mitbewerbern behaupten konnte, bezeichnet er als "tollen Erfolg".
Va-Q-tec macht weltweit Geschäfte mit dem Verkauf und der Vermietung von speziellen Isolierbehältern. 2016 ging das Unternehmen an die Börse, um neues Kapital für das weitere Wachstum einzusammeln. Seitdem gilt va-q-tec als Überflieger in Mainfranken. Umsatz und Gewinn sind über Jahre kräftig gestiegen.
2018 allerdings musste die Geschäftsführung die Erwartungen erstmals deutlich zürückschrauben. Der Grund für den Gewinneinbruch waren demnach der Umzug auf ein neues Betriebsgelände auf das Areal der ehemaligen Druckerei Stürtz in der Dürrbachau, die Einstellung von neuem Personal und weitere strategische Investitionen. Im selben Jahren verlängerte der Aufsichtsrat das Vorstandsmandat von Firmengründer Kuhn bis Ende 2023.