
Die ehemalige Tennisspielerin Ana Ivanovic und Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Andre Agassi und Steffi Graf (ebenfalls ehemalige Tennisspieler) oder die beiden alpinen Skifahr-Legenden Mikaela Shiffrin und Aleksander Kilde. Die Liste der berühmten Sportlerpärchen ist lang. Auch bei den FIT/One Würzburg Baskets spielt jemand, der zu dieser Aufzählung gehört. Die US-amerikanische Volleyballerin Simone Lee-Wank ist, der Doppelname verrät es bereits, mit dem Würzburger Flügelspieler Lukas Wank verheiratet.
Die beiden lernten sich über Instagram kennen und lieben. Aktuell spielt Lee-Wank noch ihre Saison in der ersten italienischen Liga zu Ende, wo sie eine der besten Außenangreiferinnen war. Dann kommt die 1,88 Meter große Spitzenathletin möglicherweise auch nach Würzburg, um ihren Ehemann im Saisonendspurt zu unterstützen. "Simone ist krass", schwärmt der Würzburger "Verteidigungsminister" von den Qualitäten seiner Ehefrau auf dem Feld.
Eine Beziehung mit Vor- und Nachteilen
"Frauen-Volleyball ist eine sehr attraktive Sportart, zum Zusehen sogar spannender als bei den Männern, weil es mehr Ballwechsel gibt", berichtet der 28-Jährige. Seine Ehefrau sei wahnsinnig athletisch und könne beispielsweise mit einem Basketball auch einen Dunking. Bei 1,88 Meter Körpergröße eine erstaunliche Leistung.

"Sie ist der Star in unserer Beziehung, dabei weiß sie gar nicht, wie gut sie eigentlich ist", sagt Wank, der in der Ehe wie auf dem Basketballfeld eher als Rollenspieler agiert. Die Vorteile in der Beziehung liegen auf der Hand. Als Profisportler haben beide Verständnis für die guten und schlechten Phasen nach Siegen, Niederlagen, guten oder schlechten Leistungen.
Und dafür, dass der Sport immer vorgeht. "Wenn ich mich länger nicht melde, weiß sie, dass unser Training einfach eine Stunde länger gedauert hat", erklärt Wank. Im Sommer trainieren die beiden zusammen. Auch wenn sich das Programm natürlich unterscheidet, hilft es, dass sie einander fordern können.
Hochzeit in Texas und Altenburg
Dass beide aktuell an verschiedenen Standorten spielen und sich seit August nur drei Mal für wenige Tage sehen konnten, gehört zu den negativen Aspekten des Sportler-Lebens. "Dafür telefonieren wir eigentlich täglich über Video-Telefonie", sagt er. Nach der Hochzeit im vergangenen Sommer in Lees Heimat Texas geben sich die beiden dieses Jahr noch in Deutschland das Ja-Wort.
Davor will Wank aber mit den Würzburgern noch in die Play-offs. "Das Training war hart heute", berichtet er von der ersten Einheit der Woche am Dienstag. Wank glaubt, dass die Mannschaft nach dem Ausscheiden aus der Champions League in der Liga noch viel erreichen kann, weil Trainer Sasa Filipovski nun deutlich mehr Zeit hat, mit der Mannschaft zu arbeiten. Der Slowene war, neben der Teilnahme am europäischen Wettbewerb, der Hauptgrund für Wanks Wechsel nach Würzburg.
Jena, Würzburg, Köln, Chemnitz, Braunschweig, Frankfurt, Oldenburg und wieder Würzburg. Die Liste der Klubs, bei denen er schon aktiv war, ist für einen 28-Jährigen erstaunlich lang. "Ich bin sehr ehrgeizig und wollte mich immer verbessern", begründet der Ex-Nationalspieler das. 2021 nahm Wank an den Olympischen Spielen teil. Eine unvergessliche Erfahrung, die er nicht missen möchte, obwohl die Spiele in Peking stark durch Corona eingeschränkt waren. "Wir haben praktisch nichts gesehen, außer die Halle und das Olympische Dorf", bedauert er.