Anders als im Fußball, kommt es im Handball nur selten vor, dass es gleich zwei Spitzenklubs in einer Stadt gibt. Doch ausgerechnet in Pforzheim, noch etwas kleiner als Würzburg, sind es zwei Vereine in der Dritten Liga Süd: die SG Pforzheim/Eutingen und der Aufsteiger TGS Pforzheim. Und bei jener Turngesellschaft, kurz TGS, treten die Wölfe Würzburg an diesem Samstag, 9. Dezember, an (19 Uhr).
Während die Wölfe (5. Platz/17:9 Punkte) bei ihrer ersten Fahrt ins Badische Ende September der SG unterlagen, wollen sie beim nach zwölf Partien immer noch sieglosen Schlusslicht TGS Pforzheim (16./2:22) zwei weitere Punkte mitnehmen. Würzburgs Trainer Johannes Heufelder warnt allerdings vor dem Abschlussgegner dieses Jahres: "Die Pforzheimer haben zwar auswärts ihre Probleme. Daheim unterlagen sie aber auch gegen die Spitzenteams nie mit mehr als fünf Treffern Differenz und haben dort auch ihre zwei Unentschieden geholt." Gegen die Rhein-Neckar Löwen II und den VfL Waiblingen gab's für die TGS zumindest einen Teilerfolg.
Wölfe Würzburg treten selbstbewusst in Pforzheim an
Natürlich habe man aber auch selbst in den vergangenen Wochen großes Vertrauen geschöpft, um gegen einen solchen Gegner bestehen zu können, so Heufelder: "Wir möchten unsere Siegesserie mit einem weiteren Erfolg vergolden." Nach ihrem Erfolg beim TSB Heilbronn-Horkheim sind die Wölfe seit sechs Spielen ungeschlagen: ein Unentschieden und zuletzt fünf Siege in Serie.
Wieder fit ist Kreisläufer Alexander Merk, auch bei Linksaußen Tim Bauder könnte es erstmals für einen Teilzeiteinsatz reichen. Dafür droht neben den beiden Langzeitverletzten Johnny Beck und Bennet Brinkmeier erneut Dominik Schömig wegen seiner Sprunggelenksverletzung auszufallen. "Das entscheiden wir kurzfristig", sagt Heufelder. Gleiches gilt für einen etwaigen Einsatz von Youngster Milan Kütt, auch auf der Linksaußen-Position beheimatet, den parallel auch die zweite Mannschaft in der Handball-Bayernliga in Regensburg gut gebrauchen könnte.
So geht es für die Wölfe nach der Pause in der Liga weiter
Nach der Partie in Pforzheim gehen die Würzburger Wölfe in die Winterpause, da ihr Heimspiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang von nächstem Wochenende, wenn noch ein regulärer Spieltag in der Dritten Liga Süd angesetzt ist, auf den Donnerstag, 28. März 2024, verlegt worden ist. Ihr erster Auftritt nach der spielfreien Zeit findet am Samstag, 20. Januar 2024, beim SV Salamander Kornwestheim statt. Da das Jahr mit zwei Auswärtsspielen startet, müssen sich Wölfe-Fans für ihr nächstes Heimspiel noch bis zum Samstag, 10. Februar, gegen die SG Leutershausen gedulden.