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Fußball: Kreisklasse Rhön 2
Aufstand der Kellerkinder: Bei der SG Burgwallbach und der SG Bastheim ist die Hoffnung zurück
Beide Teams galten in der Winterpause als fast sichere Absteiger aus der Kreisklasse Rhön 2. Doch nun gelang ihnen vor dem direkten Aufeinandertreffen je ein Sieg.
Der Torjäger William Waltrick Perico (Mitte) aus Brasilien fehlte der SG Burgwallbach/Leutershausen lange verletzungsbedingt.
Foto: Anand Anders (Archivfoto) | Der Torjäger William Waltrick Perico (Mitte) aus Brasilien fehlte der SG Burgwallbach/Leutershausen lange verletzungsbedingt.
Sebastian Rauschert
 |  aktualisiert: 04.04.2025 14:00 Uhr

An diesem Sonntag, 6. April (Anpfiff: 15 Uhr, in Leutershausen), steht in der Fußball-Kreisklasse Rhön 2 ein echtes Abstiegsduell auf dem Programm: Die SG Burgwallbach/Leutershausen, derzeit Tabellenvorletzter, empfängt das Schlusslicht SG Bastheim/Reyersbach/Stockheim. Beide Mannschaften stehen massiv unter Druck und benötigen dringend Punkte, um sich zumindest die Chance auf die Relegation zu bewahren. Der direkte Klassenerhalt ist bei nur noch acht verbleibenden Spielen kaum realistisch.

In der vergangenen Saison schien die SG Burgwallbach/Leutershausen nach nur drei Punkten aus den ersten 14 Spielen bereits als sicherer Absteiger festzustehen. Doch mit 25 Punkten aus den letzten elf Spielen kämpfte sich das Team auf den Relegationsplatz und schaffte so den kaum mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

Diesen Schwung konnte die Mannschaft jedoch nicht in die neue Spielzeit mitnehmen. Mit lediglich zwölf Punkten aus 18 Spielen und einer Serie von zwischenzeitlich zehn sieglosen Partien steckt das Team von Trainer Christoph Wehl erneut tief im Abstiegskampf. Für Wehl liegt der enttäuschende Saisonverlauf vor allem am mangelnden Spielglück sowie den Ausfällen wichtiger Leistungsträger.

Besonders schmerzhaft waren die Verletzungen von Kapitän und Abwehrchef Matthias Tripp sowie Torjäger William Waltrick Perico. Trotz der schwierigen Phase habe die Mannschaft aber nie aufgegeben: "Die Trainingsbeteiligung war gut, und ich habe immer versucht, die positive Stimmung aufrechtzuerhalten."

Der jüngste 2:1-Sieg gegen Bischofsheim gibt zusätzlichen Mut, das Ruder erneut herumreißen zu können. "Die Mannschaft weiß, was sie kann. Das hat sie vergangene Saison bewiesen. Da hat sie es trotz einer noch schwierigeren Ausgangslage bis in die Relegation geschafft", sagt Wehl.

SG Bastheim/Reyersbach/Stockheim mit katastrophalem Saisonstart

Die SG Bastheim/Reyersbach/Stockheim war nach einem soliden neunten Platz in der Vorsaison ebenfalls mit ganz anderen Erwartungen in die neue Spielzeit gestartet. Doch ein katastrophaler Saisonstart mit acht Niederlagen in Folge und einem Torverhältnis von 4:25 machte schnell klar, dass der Fokus in dieser Saison einzig und allein auf dem Kampf um den Klassenerhalt liegen würde.

Spielertrainer Sebastian Weiß sieht die Hauptursache für den Fehlstart vor allem in den akuten Personalproblemen seiner Mannschaft. "Wir haben drei Kreuzbandrisse mit in die neue Saison genommen und mussten zudem Woche für Woche im Schnitt auf sechs bis acht Spieler berufs- oder verletzungsbedingt verzichten", erklärt er und ergänzt: "Diese Spieler hätten wir nicht nur in der Breite, sondern auch in der Qualität ersetzen müssen – und das war für uns einfach nicht möglich."

Seit dem Ende der Winterpause zeichnet sich aber ein klarer Aufwärtstrend ab: In den letzten beiden Spielen konnte seine Mannschaft bereits die Hälfte aller Saisonpunkte einfahren. Auf ein 1:1 in Bischofsheim folgte am vergangenen Wochenende ein überzeugender 3:0-Heimsieg gegen Wülfershausen. Die Erleichterung bei Weiß ist dabei förmlich spürbar: "Ich habe immer noch eine leichte Euphorie in mir, und kann es nicht fassen, dass wir den Tabellenvierten – mit der besten Offensive der Liga – hochverdient mit 3:0 nach Hause geschickt haben."

Sebastian Weiß und Christoph Wehl verlängern um ein Jahr

Für ihn ist der positive Umschwung vor allem auf die Rückkehr verletzter Spieler, externe Neuzugänge und die veränderte Gesamtsituation zurückzuführen. "Wir haben in der Winterpause immer wieder betont, dass wir als Mannschaft nur noch positiv auf uns aufmerksam machen können. Es wird kaum einen Verein geben, der noch mit uns rechnet", sagt er und richtet eine klare Kampfansage an die Konkurrenz: "Alle, die uns abgeschrieben haben, können sich in den nächsten Wochen warm anziehen."

Unabhängig vom Ausgang der Saison herrscht nun Klarheit über die Besetzung der Trainerposten für die kommende Saison. Sowohl Weiß als auch Wehl werden ihre Arbeit an der Seitenlinie ein weiteres Jahr fortsetzen. "Wir haben uns am vergangenen Wochenende darauf verständigt, dass ich selbst bei Abstieg ein Jahr weitermache", sagt Wehl.

 
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