
30 Schilder machen seit dieser Woche in der Stadt Schweinfurt die Autofahrer auf den nötigen Abstand beim Überholen eines Fahrradfahrers aufmerksam. Im Zuge der Aktionen zur Förderung des Radverkehrs weist so die Verkehrsplanung im Rathaus auch auf den von den Gerichten geforderten Mindestabstand von 150 Zentimeter hin.
Kann der Abstand bei Gegenverkehr oder etwa an einer Verkehrsinsel nicht eingehalten werden, müsse der Autofahrer warten, meinte bei bei Vorstellung der Aktion Verkehrsplaner Moritz Kreisel – und weiter: "Viele Radler kennen die Situation, in der sie auf einer Hauptstraße zu dicht überholt oder gar geschnitten werden. Unsere Aktion soll aufklären und zur Rücksichtnahme auffordern, denn der Radler hat keine schützende Karosserie."
Warnwesten sorgen für Sicherheit
Der Mindestabstand ist nicht nur dann einzuhalten, wenn der Radler auf der Fahrbahn unterwegs ist, sondern auch wenn dieser einen der markierten Schutz- oder Radfahrstreifen benutzt. Die Standorte der grünen Hinweistafeln wurden unter Beteiligung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ausgewählt und vorwiegend an wichtigen Radverbindungen mit erhöhtem Kfz-Aufkommen angebracht.
Ausgespart blieben bei der Beschilderung Straßen, auf denen der Radler zur Nutzung der Radwege verpflichtet ist, was jedoch immer seltener der Fall ist, da die Stadt Schweinfurt seit geraumer Zeit verstärkt den Radler entscheiden lässt, ob er auf der Straße oder auf einem Radweg unterwegs sein will.
Den Pressetermin nutzte Adi Schön von der Verkehrswacht zu der Aufforderung an die Radfahrer, sich in der dunklen Jahreszeit sichtbar zu machen. Neben einer intakten und auch eingeschalteten Beleuchtung empfahl Schön das Tragen einer Warnweste, die es von der Verkehrswacht derzeit im Laden von Dagmar Bebersdorf (cbs-Elektronik, Dittelbrunner Straße 11) gibt.