Kaum haben Busunternehmen und Landkreis die Personalprobleme in den Griff bekommen, steht schon das nächste Problem im ÖPNV vor der Tür. Aufgrund der Sperrung der Hahnenhügelbrücke in Schweinfurt kommt es seit Anfang September zu Verspätungen im Busverkehr des Landkreises Schweinfurt.
Am Montag verkündete das Staatliche Bauamt Schweinfurt, dass die derzeitigen Sanierungen der Hahnenhügelbrücke nicht planmäßig zum 23. September fertiggestellt werden können. Grund dafür ist ein verformter Stahlträger, welcher derzeit von den Bauarbeitern aufwendig bearbeitet und eingeschweißt wird. Die Brücke bleibt deshalb für den Autoverkehr voraussichtlich drei weitere Wochen gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiterhin queren.
Sperrung sorgt für Verspätungen
Weil der gesamte Verkehr wegen der Brücken-Sperrung auf andere Strecken umgeleitet werden muss, kommt es im Stadtgebiet während der Stoßzeiten zu Staus und stockendem Verkehr. Da auch die Regionalbusse die Umleitungen fahren müssen, wird es weiter zu Verspätungen auf einigen Linien kommen, erklärt Landkreissprecher Andreas Lösch in einer Pressemitteilung.
Viele Buslinien im Landkreis bewegen sich in sogenannten Umläufen. Das heißt, sie fahren mehrmals am Tag in die Stadt Schweinfurt hinein oder aus ihr heraus, was wiederum zu Verzögerungen führen kann, so Lösch. Aktuell muss bei allen Fahrten mit rund zehn bis 15 Minuten Verspätung gerechnet werden. Im morgendlichen Berufsverkehr können die Verspätungen sogar bis zu 30 Minuten betragen.
Das Staatliche Bauamt rät unter dessen, die Hauptverkehrszeiten möglichst zu meiden. Pendlerinnen und Pendlern, die aus östlicher Richtung nach Schweinfurt fahren, wird geraten über die Anschlussstelle Weyer und Schonungen zu fahren.