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Kitzingen
Aufwühlend, authentisch, schockierend: "Unfassbarer Zufallsfund" beschreibt, wie ein Kind die NS-Zeit in Kitzingen erlebt hat
Krieg in Kitzingen: Ein kleiner Junge erlebt den Bombenangriff auf die Stadt vor 80 Jahren und zuvor die Juden-Deportationen, die sein Vater leitet. Das sind seine Erinnerungen.
Zufall? Schicksal? Jedenfalls beeindruckend: Sheena Ulsamer, Dietmar Jung und Doris Badel halten ihren Fund hoch: das Buch mit den  berührenden Kindheitserlebnissen des Kitzingers Winfried Weiß. 
Foto: Diana Fuchs | Zufall? Schicksal? Jedenfalls beeindruckend: Sheena Ulsamer, Dietmar Jung und Doris Badel halten ihren Fund hoch: das Buch mit den berührenden Kindheitserlebnissen des Kitzingers Winfried Weiß. 
Diana Fuchs
 |  aktualisiert: 26.02.2025 02:43 Uhr

"Als sich die Klöße meiner Mutter gerade im sachte siedenden Wasser zu lockeren Kugeln ausdehnten, gingen bei uns die Sirenen los. Wir hörten ferne Flugzeuge, im Nordosten donnerte Flak. ... Die Explosionen kamen in Wellen. Bombenteppiche fielen aus den Bombenschächten der B-17, eigentlich für die Bahnanlagen bestimmt, aber sie gingen auch auf die Stadt nieder. ... Um 11.55 Uhr hing Hitler immer noch an der Wand. ... Die Amerikaner hatten die Macht über Leben und Tod. ... Unsere Wimpern und Haare waren weiß, meine Zähne klapperten und ich konnte es nicht abstellen. B-17 verkündeten das Ende der Welt."

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