1955, wenige Wochen nach dem Tod des 91-jährigen Friedrich Fick, erfolgte die Straßenbenennung im Frauenland. 1967 wurde ein Teil der Friedrich-Fick-Straße, die von der Hans-Löffler-Straße abzweigt, umbenannt. Das war aber nicht dem Namen geschuldet, wie das Rathaus betont, sondern den örtlichen Gegebenheiten. Nachdem dort zwei Jahre zuvor die Sternwarte in Betrieb ging, hieß das Teilstück fortan „An der Sternwarte“.
Die Verdienste von Friedrich Fick bestreiten auch die Anwohner und Karl Graf nicht, zumal die Historie die FDP in gewisser Weise mit dem Politiker verbindet: Fick zog bei der ersten Reichstagswahl der Weimarer Republik ins deutsche Parlament ein. Er war Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) – ein liberaler Vorläufer der FDP.
„Ihn könnte man aber auch in anderer Form und an anderer Stelle würdigen, möglicherweise mit einem kleinen Denkmal“, zeigt Graf eine Alternative auf. Er bedauert die ablehnende Haltung der Stadtverwaltung. Denn die Spötteleien über die Straße mit dem Vulgär-Begriff seien verständlich.