Schon vor der Corona-Krise war klar, dass der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland an Auftragsmangel leidet und deshalb in einer Flaute steckt. Die Bosch Rexroth AG in Lohr (Lkr. Main-Spessart) als einer der großen Arbeitgeber in Mainfranken ist vor diesem Hintergrund froh, dass der Umsatz im vergangenen Jahr auf dem hohen Vorjahresniveau geblieben ist.
Das Unternehmen als Teil des schwäbischen Bosch-Konzerns präsentierte am Donnerstag die Zahlen für 2019 und bezifferte den Jahresumsatz auf 6,2 Milliarden Euro. Während er in Deutschland um 4,1 Prozent auf 1,4 Milliarden und in Rest-Europa um 0,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesunken sei, zog er der Mitteilung zufolge vor allem in Nord- und Südamerika an. Dort lag er am Jahresende bei 1,1 Milliarden Euro, was einem Plus von 5,3 Prozent entspreche. In Asien und Afrika setzte Bosch Rexroth mit 1,6 Milliarden Euro ähnlich viel um wie 2018.
Was Vorstandschef Najork zu den Zahlen meint
"Angesichts der volatilen Märkte und der spürbaren Konjunkturabkühlung war dieses sehr gute Ergebnis alles andere als ein Selbstläufer", fasst Vorstandsvorsitzender Rolf Najork in der Mitteilung die Zahlen für 2019 zusammen. Der Bosch Rexroth AG sei ihre breite Aufstellung über mehrere Geschäftsfelder hinweg zugute gekommen.
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Wegen der allgemeinen Konjunkturflaute, aber vor allem wegen der Corona-Krise gehen die Lohrer "in allen Regionen und Branchen" von rückläufigen Geschäften aus. Zahlen hierzu nannte das Unternehmen nicht.
Nach wie vor setzt Bosch Rexroth auf die Digitalisierung in Fabriken sowie auf Forschung und Entwicklung. Dafür seien 2019 etwa 348 Millionen Euro ausgegeben worden, gut sechs Prozent mehr als im Jahr davor, hieß es am Donnerstag. Das auf Antriebs- und Steuerungstechnologie spezialisierte Unternehmen beschäftigt in 80 Ländern rund 31 000 Menschen, gut 5000 davon allein in Lohr.