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HANDBALL: 2. BUNDESLIGA
Wölfe Würzburg: Ein punktloser Sieg fürs Selbstvertrauen, die Seele und die Stimmung
Munteres Torewerfen vor trauriger Kulisse von nur 124 Zuschauenden: Nach dem 37:35 gegen Motor Zaporizhzhia hat der Handball-Zweitligist mal wieder Grund zur Freude.
Kapitän Patrick Schmidt und die Wölfe Würzburg erkämpften gegen den ukrainischen Klub HC Motor Zaporizhzhia (von links Illia Blyzniuk, Eduard Kravchenko) ihren fünften Saisonsieg.
Foto: foto2press/Frank Scheuring | Kapitän Patrick Schmidt und die Wölfe Würzburg erkämpften gegen den ukrainischen Klub HC Motor Zaporizhzhia (von links Illia Blyzniuk, Eduard Kravchenko) ihren fünften Saisonsieg.
Natalie Greß
 |  aktualisiert: 08.02.2024 18:29 Uhr

Lachende Gesichter waren in dieser Saison selten nach Spielen bei den Wölfen Würzburg zu sehen. "Erhobenen Hauptes", so war diese Woche auf ihren Vereinskanälen zu lesen, wollen sich die Handballer in ihren letzten acht Auftritten aus der Zweiten Bundesliga verabschieden. 

Bisherige Höchstzahl an erzielten Toren

Am Dienstagabend ist ihnen das gelungen. In der Nachholpartie gegen den HC Motor Zaporizhzhia – eine von sechs Begegnungen im Mai – gingen die Würzburger beim 37:35 (16:13) erstmals seit dem 10. Februar wieder als Gewinner vom Feld. Ihr insgesamt fünfter Sieg mit der bisherigen Höchstzahl an erzielten Toren freilich ist sportlich bedeutungslos, da der ukrainische Serienmeister wegen des russischen Angriffskrieges in seiner Heimat mit Gastspielrecht, aber außer Wertung in der Zweiten Liga mitmischt.

Aber der Erfolg der Wölfe war ein Geschenk zum 23. Geburtstag ihres verletzten Teamkollegen Julius Rose, der ebenso noch fehlte wie Lukas Böhm und Alexander Merk. "Vor allem tut er der Seele, der Stimmung im Team und unserem Selbstvertrauen gut", sagte Rechtsaußen Felix Karle – lachend. Rechnerisch steht der Abstieg der Wölfe nach der sonntäglichen Niederlage des HC Elbflorenz gegen den TV Hüttenberg immer noch nicht fest.

Publikum-Negativrekord

Vor trauriger Kulisse von 124 Zuschauenden in der leeren tectake Arena, so wenige wie noch nie, entwickelte sich ein ausgeglichenes und flottes Match. Die Gastgeber waren von Anfang an vor allem über ihre besten Torschützen erfolgreich – Kapitän Patrick Schmidt (12) und Kreisläufer Oliver Seidler, der sich bei acht Treffen keinen Fehlwurf leistete –,  die Gäste über Linksaußen Oleksandr Kasai.

Schwachstellen beider Mannschaften waren die Torhüter. Sowohl Jonas Maier als auch Nazar Chudinov wurden kurz vor der Pause ausgewechselt. Zwei Überzahlsituationen nutzten die Wölfe, um sich bis auf drei Treffer abzusetzen (16:13, 25.). 

Das muntere Torewerfen gegen die ebenfalls indisponierten Schlussmänner Andreas Wieser und Gennadiy Komok ging nach dem Seitenwechsel weiter. Zaporizhzhia glich beim 22:22 (37.) erstmals aus, Würzburg reagierte mit einem 3:0-Lauf. Doch allmählich gewannen die unablässig aufs Tempo drückenden Ukrainer gegen die im Rückzug nachlassenden Unterfranken Oberwasser. In der 49. Minute übernahmen sie die Führung, bauten diese auf 32:29 (51.) aus. 

Wölfe kämpfen sich nach Rückstand zurück

Doch die Wölfe kämpften, eroberten die Führung auch mithilfe der beiden einzigen Paraden des wieder eingewechselten Maier im Kasten zurück: 35:34 (58.). Luis Franke sicherte nach einer Auszeit 18 Sekunden vor Schluss mit dem finalen Treffer zum 37:35 den Sieg. 

Am Freitag (12. Mai, 19.30 Uhr, tectake Arena) geht's weiter gegen die SG BBM Bietigheim. Mit einer Niederlage der Würzburger könnte ihr Abstieg dann besiegelt werden. "Heute freuen wir uns einfach", sagte Trainer Julian Thomann. Immerhin ein kleines Lachen huschte auch über sein Gesicht. 

Die Statistik des Spiels

Handball, 2. Bundesliga Männer:
Wölfe Würzburg - HC Motor Zapirizhzhia 37:35 (16:13)
Würzburg: Maier (1.-25., 51.-60., 2 Paraden), Wieser (26.-50., 3 P.) – Krenz (n.e.), Schömig 7/3, Karle 4, Neagu 1, Schmidt 12/3, Kaufmann 3, Dürr (n.e.), Hack (n.e.), Geis, Brielmeier, Seidler 8, Franke 2.
Zaporizhzhia: Chudinov (1.-25., 4 P.), Komok (26.-60., 2 P.) – Kubatko 4/2, Blyzniuk 4, A. Kasai, Denysov 4, Osadchyi 2, Turchenko 5/1, Cosano, Kravchenko, Tomashevskyi, Horovyi 2, Onufriienko, Horiha 2, O. Kasai 7, Tiutiunnyk 5. 
Spielfilm: 6:6 (10.), 10:8 (18.), 16:13 (25.), 18:15 (HZ), 22:22 (37.), 25:22 (39.), 27:27 (48.), 29:32 (51.), 35:34 (58.), 37:25 (Endstand).
Siebenmeter: 7/6 : 5/3. 
Zeitstrafen: 4:7.
Schiedsrichter: L. Bärmann/N. Bärmann (Graben-Neudorf).
Zuschauende: 124.
HBL
 
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  • S. M.
    Vielleicht sollten die Wölfe zu ihren Wurzeln und nach Rimpar zurückkehren!
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