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HANDBALL: REGIONALLIGA MÄNNER
Bangen bis kurz vor Pfingsten? Für Handball-Regionalligist TSV Lohr wird es zunehmend eng
Die 26:29-Heimniederlage gegen den HSC Coburg II bedeutet einen schmerzhaften Rückschlag im Abstiegskampf. Und erhöht den Druck beim nächsten Heimspiel erheblich.
Dario Sicheneder (am Ball) zählte im Team des TSV Lohr mit seinen vier Treffern gegen den HSC Coburg zu den positiven Erscheinungen, dennoch unterlag seine Mannschaft der Zweitliga-Reserve.
Foto: Yvonne Vogeltanz | Dario Sicheneder (am Ball) zählte im Team des TSV Lohr mit seinen vier Treffern gegen den HSC Coburg zu den positiven Erscheinungen, dennoch unterlag seine Mannschaft der Zweitliga-Reserve.
Uli Sommerkorn
 |  aktualisiert: 01.04.2025 00:10 Uhr

Die Hoffnung, sich mit zwei Heimsiegen gegen direkte Konkurrenten beim Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Regionalliga bereits vor Ostern ein vorentscheidendes Polster auf die Abstiegsplätze schaffen zu können, ist für den TSV Lohr bereits nach der ersten der beiden Partien futsch. Nach der 26:29 (12:12)-Heimniederlage am Samstagabend in der Spessarttorhalle gegen die Zweitliga-Reserve des HSC Coburg ist auf Lohrer Seite dagegen die Befürchtung größer geworden, dass es ein Bangen bis zum Ende der Saison am 31. Mai geben könnte, zumal die Konkurrenz aus Rothenburg und Roßtal an diesem Wochenende Siege eingefahren hat. Also keine Erlösung an Ostern, sondern Zittern bis kurz vor Pfingsten?

"Am Ende hat uns schlicht die individuelle Qualität gefehlt", gab TSV-Trainer Bernd Becker nach dem Abpfiff zu. Seine Mannschaft hatte zwar engagiert begonnen, mit hoher Intensität verteidigt und anfangs sogar eine 7:3-Führung vorgelegt.

Doch die Gäste aus Oberfranken, die mit dem Ex-Lohrer Ferdinand Schmitt auf der Linksaußenposition begonnen hatten, besaßen mit ihrer Mischung aus einigen erfahrenen Kräften und vielen jungen Talenten einfach den breiteren Kader. So hatten die Coburger über 60 Minuten mehr spielerische Varianten zu bieten und am Ende auch mehr physische Reserven.

Lorenz Schmitt verletzt sich

Und als zu Beginn der zweiten Hälfte der bis dahin agilste Lohrer Rückraumspieler, Lorenz Schmitt, nach einer im Zweikampf erlittenen Verletzung über einen längeren Zeitraum vom Feld musste, gingen den Gastgebern zunehmend die Optionen im Angriffsspiel aus. "Wir haben eine Unmenge technischer Fehler gemacht", befand TSV-Trainer Becker, dessen Team zwar nach 45 Minuten noch einmal den 20:20-Ausgleich geschafft hatte, dann aber die Coburger endgültig davonziehen lassen musste.

So jubelten am Ende die Gäste, die sich mit dem Sieg aus dem Kreis der Abstiegskandidaten schon fast verabschiedet haben. Ebenso wie der TSV Rothenburg, der am Samstagabend mit dem 29:26-Heimsieg gegen den selbst ernannten Drittliga-Aufstiegsanwärter SG Regensburg ebenfalls ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Bleiben für wahrscheinlich zwei Abstiegsplätze neben dem TSV Lohr die DJK Waldbüttelbrunn, die HSG Lauf/Heroldsberg und der TSV Roßtal übrig. Letzterer ist am Samstag, 12. April, zu Gast beim TSV Lohr, der am kommenden Wochenende spielfrei ist. Sollte da wieder kein Sieg gelingen, würde sich die Situation bei Bernd Beckers Team weiter zuspitzen, zumal die Lohrer nach Ostern nur noch die Spiele haben und damit weniger als die Konkurrenz.

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Immerhin dürfte Lorenz Schmitt, übrigens der kleine Bruder des Coburgers Ferdinand Schmitt, gegen Roßtal aller Voraussicht nach wieder mittun können. "Mir ist bei der Aktion das Knie etwas weggegangen", schilderte er seine Verletzung. "Aber ich glaube, dass es nichts Schlimmeres ist."

Handball: Regionalliga Männer
TSV Lohr – HSC Coburg II 26:29 (12:12)
Lohr: Szabo (1. – 50.), T. Scheiner (50. – 60.) – Seltsam 2, Mill, Diehl, M. Schmitt 5/3, Sicheneder 4, Schwiederik, Popovic 1, L. Schmitt 5, Becejac 1, Walaszczyk 3, Gerr 4, Prechtl (n. e.), Zehnter 1.
Coburg: Eggert 1, Roschlau (n. e.) – Müller, Graczyk 2, F. Schmitt 1, Schartl 3, Menges 6/1, Pavloyskyi, Dude 1, Brüning-Wolter 1, Engelhardt, L. Valkovskis 5. M. Lilienfelds 6, Blahodir 3, Malta.
Schiedsrichter: Güßregen/Murrmann (Wendelstein/Altenfurt). Zeitstrafen: 2:2. Siebenmeter: 3/3 – 1/1. Zuschauende: 450.
Spielfilm: 3:3 (8.), 7:3 (12.), 10:6 (21.), 11:10 (27.), 12:12 (30.), 15:14 (34.), 16:19 (41.), 20:20 (45.), 22:24 (50.), 25:26 (58.), 25:29 (60.).

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