Zum Artikel "Begegnungen in der Bahnhofsmission" vom 2. April erreichte die Redaktion folgende Zuschrift.
In erschütternder Weise zeigt sich im Bericht der Mainpost wie es die sozusagen seit ewigen Zeiten ihren Dienst am Menschen immer wieder neu leistende Würzburger Bahnhofsmission erreicht hat, dass der aussagekräftige Strom des Zulaufs der Hilfsbedürftigen nicht abreißt.
Als besonders schlimm erweist sich offensichtlich das eminente Problem der Einsamkeit. Der bekannte lateinische Spruch "homo est animal sociale" greift hier offenbar grundlegend. Bei allem Respekt vor den Menschen, die etwa aus Gründen mangelnder Nahrungsaufnahme in der Mission vorstellig werden, Hauptgrund des Auftretens ebendort ist nun einmal die Suche nach dem menschlichen Miteinander, welches häufig durch das Zerbrechen familiärer Strukturen verursacht ist. Und ebendieses Miteinander wird durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Anlaufstelle der Bahnhofsmission offenbar in vorbildlicher Weise zumindest ansatzweise geleistet. Liest man nämlich, dass die meisten Hilfesuchenden beim Mitarbeiterstab namentlich bekannt sind, dann kann man sich als Rezipient des vorbildlich recherchierten Berichts der Mainpost wahrlich einer gewissen Genugtuung nicht erwehren.
Rüdiger Freiherr von Neubeck, 97074 Würzburg