Die Corona-Herbstwelle baut sich weiter auf. Am Dienstag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Würzburg erstmals seit Monaten wieder eine Inzidenz von über 1000 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In der Stadt Würzburg liegt die Inzidenz noch knapp unter dieser Marke. Der sprunghafte Anstieg in den RKI-Daten ist dabei auf die gegenwärtige Meldepraxis zurückzuführen. An den Wochenenden melden die Gesundheitsämter keine neuen Daten mehr ans Institut. Sie gehen deshalb erst zu Wochenbeginn in die amtliche Statistik ein.
Dass eine Herbstwelle bevorsteht, hat sich bereits in beiden Vorwochen angekündigt. Für die vergangene Kalenderwoche meldet das Gesundheitsamt insgesamt 2099 Neuinfektionen in Stadt und Landkreis Würzburg. Die Zahlen haben sich damit innerhalb von zwei Wochen fast vervierfacht. Gleichzeitig gehen die Amtsärzte weiterhin von einer hohen Dunkelziffer aus, weil Infektionen häufig nicht mehr durch einen PCR-Test bestätigt werden und deshalb nicht in die amtlichen Daten eingehen.
Vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen färbt sich auch die Landkreiskarte wieder tiefrot. In elf Gemeinden stieg die örtliche Inzidenz bereits zum Ende der Vorwoche auf über 1000. Als größte Stadt des Landkreises wies Ochsenfurt auch die höchste Zahl von Neuinfektionen auf. In der kleinen Gemeinde Bieberehren ließen 23 neue Corona-Fälle die örtliche Inzidenz auf einen Wert von 2628,6 nach oben schnellen.