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Ochsenfurt
Bürgermeisterwahl in Ochsenfurt: Die SPD stellt ihren Kandidaten vor
Ein knappes Jahr vor der Kommunalwahl präsentiert die SPD ihren Bewerber für das Bürgermeisteramt. Auch bei der CSU laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Ihren Fraktionssprecher im Stadtrat, Bert Eitschberger, schickt die Ochsenfurter SPD ins Rennen ums Bürgermeisteramt im kommenden März.
Foto: Gerhard Meißner | Ihren Fraktionssprecher im Stadtrat, Bert Eitschberger, schickt die Ochsenfurter SPD ins Rennen ums Bürgermeisteramt im kommenden März.
Gerhard Meißner
 |  aktualisiert: 31.03.2025 02:33 Uhr

Fast ein Jahr ist es noch hin bis zur Kommunalwahl am 8. März 2026. Und doch steckt die Ochsenfurter SPD bereits mitten in den Vorbereitungen. Schon jetzt präsentierte der Vorstand des Ortsvereins seinen nächsten Bürgermeisterkandidaten. Der bisherige Fraktionssprecher Bert Eitschberger will es machen. Am kommenden Sonntag muss Eitschberger noch von den Parteimitgliedern formell nominiert werden. Auch die Liste der Stadtratskandidaten soll bereits im Frühjahr stehen.

"Für mich ist es eine große Ehre, für die SPD meinen Hut in den Ring zu werfen", sagt Eitschberger in einem Pressegespräch. 2011 rückte er für Peter Honecker in den Stadtrat nach. 2014 wählte ihn die SPD-Fraktion zu ihrem Sprecher, nachdem sein Vorgänger Toni Gernert bei der Kommunalwahl den Wiedereinzug ins Gremium knapp verpasst hatte.

Der 52-Jährige hat Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien studiert und war zunächst am Friedrich-König-Gymnasium in Würzburg tätig, bevor er 2023 ans Armin-Knab-Gymnasium nach Kitzingen wechselte. Als Mitglied der Schulleitung ist er dort unter anderem für die Verwaltung des Ganztages-Angebots verantwortlich. Privat ist Eitschberger ein begeisterter Sportler und Kirchenmusiker. Seine drei Söhne seien inzwischen volljährig, sagt er. "Deshalb passt es in meine Lebensplanung, jetzt als Bürgermeisterkandidat anzutreten, weil ich zu Hause nicht mehr so sehr eingebunden bin."

Die SPD hatte zwei potenzielle Bewerber um das Bürgermeisteramt

Mit dem dritten Bürgermeister Tilo Hemmert hat die SPD einen weiteren erfahrenen Stadtrat in ihren Reihen, der ebenfalls als möglicher Kandidat gehandelt wurde. Das bestätigt auch die Co-Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Ingrid Stryjski. "Für uns war klar, dass nur zwei Personen infrage kommen", sagt Stryjski. Den Rest hätten die beiden unter sich ausgemacht. Das bestätigt auch Tilo Hemmert, der extra zum Pressetermin gekommen war, um seine Unterstützung für Eitschberger zu bekräftigen. "Für uns war wichtig, dass zwischen den beiden Einigkeit herrscht", sagt Co-Vorsitzender Thorsten Reppert.

Die frühzeitige Nominierung ist Teil von Eitschbergers Wahlkampfstrategie. Den Sommer über will er zu mehreren offenen Workshops einladen, um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Ideen zu entwickeln. Die Themenfelder Wohnen, Klimaneutralität, Wirtschaftsförderung und Sicherheit seien ihm dabei besonders wichtig, sagt er. So wolle er beispielsweise die Städtische Wohnungsbaugesellschaft stärker in den Bau neuer Wohnungen einbinden und dabei auch innovative Wohnkonzepte fördern.

Amtsinhaber Peter Juks will seine Entscheidung erst im Spätsommer verkünden

Dabei tritt Eitschberger mit dem Anspruch an, auch Initiativen wie die Agenda-Gruppe und das Bürgerforum Stadtentwicklung stärker in Entscheidungen mit einzubeziehen. "Im Stadtrat sitzen 24 Personen mit den unterschiedlichsten Expertisen, aber es muss darüber hinaus auch möglich sein, Menschen mit einzubinden, die gute Ideen haben, sich aber nicht dauerhaft in einem Gremium engagieren wollen", so der Kandidat. 

Die Betonung von Teamarbeit will Eitschberger allerdings nicht als Spitze gegen Amtsinhaber Peter Juks (UWG) verstanden wissen. "Ich würde das als meine Arbeitsweise interpretieren", sagt er. "Mich ärgert es, wenn über politische Konkurrenten schlecht geredet wird."

Bürgermeister Peter Juks hat sich übrigens bisher nicht öffentlich zu seinen eigenen Ambitionen auf eine dritte Amtszeit geäußert. Die Entscheidung wolle er im Sommer nach der Kreuzbergwallfahrt treffen, sagt der inzwischen 60-Jährige. 

Die Grünen wollen erstmals einen Bürgermeisterkandidaten präsentieren

In der CSU drückt man ebenfalls aufs Tempo. Ende April soll eine Kandidatin oder ein Kandidat nominiert werden, sagt Fraktionssprecherin Judith Schieblon. Um wen es sich dabei handeln könnte, lässt sie offen. "Mal sehen" lautet ihr Kommentar. Gerüchteweise wird neben Schieblon selbst Stadtrat Siegfried Scheder als möglicher Bewerber gehandelt.

Eine Überraschung deutet sich bei den Grünen an. Erstmals wolle die Partei in Ochsenfurt mit einer eigenen Bürgermeisterkandidatin oder einem Kandidaten antreten, sagt Stadtrat Jan Kohlhepp auf Anfrage. Wer dies sein könnte, lässt Kohlhepp ebenso offen wie einen Zeitpunkt der Nominierung. Noch seien letzte Absprachen nötig.

 
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