Zum Artikel "Altertheim stimmt über Knauf-Bergwerk ab" vom 15. März erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:
Seit langem schon verfolge ich mit Interesse und mit Erstaunen, wie die vielen betroffenen Gemeinden dieses Problem behandeln. Einzelne Kommunen geben nach sorgfältiger Prüfung eine negative Stellungnahme zum Gipsbergwerk ab. Es gibt aber auch Bürgermeister und Gemeinderäte, welche trotz eigener Wasserversorgung und kostspieligen Wasserschutzmaßnahmen sich keinen Kopf über das kostbarste Gut "Wasser" und die Lebensqualität ihrer Mitbürger machen.
Nun streiten die Altertheimer untereinander. Komisch ist, dass Bürgermeister Korbmann behauptet, dass es erst jetzt aktiven Widerstand gibt. Aus meiner Beobachtung heraus gibt es diesen schon seit einigen Jahren. Nun dürfen die Altertheimer am 1. Juni erstmals in einem Bürgerbegehren ihre Bewertung zum Ausdruck bringen. Hierbei geht es um nicht mehr und nicht weniger, als um die "Lebensqualität" gegen den "Mammon". Das Ortsoberhaupt sieht Vorteile und vergisst Nachteile. Während die Einen nach dem Mammon gieren, liegt vielen Anderen die Lebensqualität am Herzen. Sie fragen zu Recht, wie sicher ist die Menge und die Qualität des Trinkwassers in der Zukunft. Sie wollen auch nicht, dass laut Knauf künftig bis zu 20 Lastwagen pro Stunde zwischen Altertheim und Iphofen (Landkreis Kitzingen) fahren. Den Dreck, den Stau und den Lärm wollen sie auch nicht. Sie verzichten gerne auf das Kassemachen.
Franz Kemmer
97268 Kirchheim