An Christi Himmelfahrt geht es endlich wieder los: Das Freibad in Schraudenbach öffnet seine Tore für alle, die sich bei den heißen Sommertemperaturen ein wenig abkühlen wollen. Dieses Jahr fallen zum ersten mal seit Beginn der Corona-Pandemie alle Schutzmaßnahmen weg. Ein gutes Zeichen für den Zuständigen bei der Schulverbandsverwaltung, Manuel Peter. Für ihn bedeutet das Schwimmbad für die Bürger auch "ein Stück weit Luxus, ein Stück weit Lebensqualität."
Aufgrund der Auflagen in den letzten Jahren waren weniger Besucher zugelassen als üblich. Hinzu kam ein deutlich höherer Aufwand für die Kontrolle der Corona-Maßnahmen. Diesen Sommer könne das Freibad wieder in seinen Normalbetrieb übergehen, schätzt er: "Dieses Jahr wird es proppenvoll. Davon bin ich überzeugt." Im Rathaus gingen bereits etliche Anrufe von Menschen ein, die endlich wieder ihr Bad besuchen wollen.
Gestiegene Energiepreise werden nicht zum Problem
Viele Schwimmbäder beheizen ihre Becken mit Erdgas, das sich im Zuge des Krieges in der Ukraine deutlich verteuert hat. Mancherorts werden daher die Eintrittspreise erhöht oder die Wassertemperaturen gesenkt. Nicht so in Schraudenbach: Dort erwärmt sich das Wasser durch die natürliche Sonneneinstrahlung. Am Montag lag die Wassertemperatur bei rund 25 Grad und soll in den nächsten Wochen noch bis auf 28 Grad klettern. Scheint die Sonne mal einige Tage nicht, kann die Wassertemperatur natürlich auch wieder sinken.
Als einzigen Energieträger braucht das Bad nur Strom für den Betrieb des Kiosks und für die Schwimmbadtechnik. Auch hier hat sich der Preis in den letzten Wochen erhöht. Die Steigerung sei aber vernachlässigbar, erklärt Peter.
Schwimmbadbetrieb rechnet sich nicht
Das Freibad in Schraudenbach wird zum größten Teil ehrenamtlich betrieben. Die Trägerschaft liegt bei der Kommune Werneck, die auch das finanzielle Defizit des Badebetriebs trägt. Allein durch die Eintrittspreise ist dieser nämlich nicht zu stemmen. Im nächsten Jahr werde man dann, so vermutet Manuel Peter vorsichtig, die Preise erhöhen müssen.
Das große Schwimmbecken ist 25 Meter lang und besteht aus einem Schwimmer- und einem Nichtschwimmer-Bereich mit Rutsche. Angrenzend befindet sich außerdem ein Planschbecken für die Kleinsten. Beide Becken waren "in die Jahre gekommen". Während der Pause wurden sie komplett saniert, haben einen frischen, azurblauen Anstrich bekommen. Je nach Witterung wird die Badestätte jetzt bis zum Beginn des neuen Schuljahres im September geöffnet haben. An den "besonders guten Tagen" erwartet das Team um Peter rund 600 Personen täglich.
Das Freibad in Schraudenbach ist montags bis freitags von 13.30 bis 19 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 2,50 Euro und Jugendliche 1,50 Euro Eintritt. Die Öffnungszeiten hängen von der Witterung ab: Infotelefon: (09722) 9471938.