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Schweinfurt
Inzidenz bei 241,5: Bundesnotbremse greift ab Samstag in Schweinfurt
Am Freitag lag die Inzidenz in der Stadt Schweinfurt den zweiten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 200. Dies spielt durch die Bundesnotbremse nun keine Rolle mehr.
Durch die Bundes-Notbremse verändern sich einige Corona-Regeln im Kreis Schweinfurt.
Foto: Nicolas Bettinger | Durch die Bundes-Notbremse verändern sich einige Corona-Regeln im Kreis Schweinfurt.
Nicolas Bettinger, Volontär, Mediengruppe Main-Post
Nicolas Bettinger
 |  aktualisiert: 11.02.2024 02:10 Uhr

Die Werte steigen und steigen. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in Schweinfurt am Donnerstag die 200er-Marke erstmals wieder überschritten hatte, bringt der Freitag einen noch höheren Anstieg. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet auf 241,5 gestiegen. Am Vortag lag der Wert noch bei 202,1. Grund für den rasanten Anstieg sind erneut zahlreich gemeldete Neuinfektionen. Alleine für Freitag meldete das RKI 30 neue Fälle. Wie die Stadt Schweinfurt am Freitag informierte, gelten durch die nun eingeführte bundesweite Notbremse sowie einer Verschärfung der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Schweinfurt ab sofort neue Regeln.

Diese Corona-Regeln gelten ab Samstag in Schweinfurt

  • Ausgangssperre: Es bleibt bei der nächtlichen Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr 
  • Einzelhandel: Die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht nun vor, dass der Einzelhandel ab einem Inzidenzwert von über 150 nur noch Click&Collect (Abholung von vorbestellter Ware) anbieten darf, was also auf Schweinfurt zutrifft. Click&Meet war mit negativem Coronatest bis zuletzt bis zu einem Wert von 200 möglich. Das ist ab sofort nicht mehr der Fall. Für alle geöffneten Geschäfte (auch für Lebensmittelläden und Discounter) gilt neu eine verschärfte Flächennutzungsregelung. So darf auf den ersten 800 Quadratmetern der Ladenfläche nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter eingelassen werden, überschreitet die Ladenfläche 800 Quadratmeter, ist für diese Fläche die Quote "ein Kunde pro 40 Quadratmeter" einzuhalten. Eine Testpflicht gibt es für diese geöffneten Geschäfte, die der täglichen Versorgung dienen, nicht.
  • Friseure: Da die Bundes-Notbremse vorgibt, welche Regelungen bei entsprechenden Werten zwingend gelten, können die Länder Maßnahmen zwar verschärfen, aber nicht mildern. So gilt nun auch in Bayern, dass Friseurbesuche sowie die Inanspruchnahme von Fußpflege nur nach Vorlage eines höchstens 24 Stunden alten negativen Coronatests möglich sind.
  • Schule: In Schweinfurt ist auch weiterhin ab einem Inzidenzwert über 100 lediglich Distanzunterricht möglich (Ausnahme: Abschlussklassen, die 4. Klassen der Grundschulen, die Q11 in Gymnasien sowie Fachoberschulen).
  • Sport: Nach dem neuen Bundesgesetz ist bei einer Inzidenz über 100 die Ausübung von Mannschaftssportarten verboten, weshalb auch Sportanlagen im Freien wieder geschlossen werden müssen.
  • Gastronomie: Die Bundes-Notbremse verschärft auch die Regelungen für die to-go-Angebote, in dem Speisen und Getränke nur noch bis 22 Uhr ausgegeben werden dürfen. Darüberhinaus besagt das Bundesinfektionsschutzgesetz, dass kreisfreie Städte und Landkreise die Maßnahmen bei Inzidenzwerten über 200 und/oder Werten, die den Bundesdurchschnitt weit überschreiten, weitere Regelungen treffen können.

Die Schweinfurter Stadtverwaltung werde deshalb das Infektionsgeschehen weiter sehr genau beobachten und sich weitere Maßnahmen vorbehalten. Es gehe daher ein erneuter dringender Appell an die Bürger, sich an die vorgegebenen Regelungen zu halten und Kontakte so gut es geht zu minimieren, heißt es in einer Mitteilung.

Zwei Todesfälle im Landkreis Schweinfurt

Im Landkreis Schweinfurt hat sich die Lage minimal verbessert. Laut RKI lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag dort bei 130,8, es wurden 27 Neuinfektionen gemeldet. Jedoch wurden im Landkreis zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einem positiven Corona-Befund vermeldet.

Da der Wert im Landkreis Schweinfurt noch unter 150 liegt, gilt für den dortigen Einzelhandel nach wie vor die Möglichkeit des Termin-Shoppens (Click & Meet) unter Vorlage eines negativen Corona-Tests.

Eine frühere Version des Artikels ist mittlerweile überholt, da die nun angekündigte bundesweite Notbremse für eine Veränderung der bisherigen Kriterien und Corona-Maßnahmen führt.

 
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  • tuwerneck
    Ich kann alles nicht mehr verstehen, es wird geimpft..... Geschäfte sind zu und die Zahlen steigen, steigen ,........
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  • fuchsastefan@web.de
    Tübingen hats gezeigt wie es geht!
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  • andy-sw
    @fuchsastefan: Dann haben Sie die Entwicklung in Tübingen in den letzten Wochen wohl nicht verfolgt. Genauso wie in SW, wo wir vor ein paar Wochen noch die bundesweit rekordniedrige Inzidenz von unter 10 hatten, gingen auch in Tübingen die Zahlen durch die Decke.
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  • Walger14591609
    Und kaum geht die Inzidenz durch die Decke, ist vom städtischen Ordnungsdienst kein Mensch mehr in den Hotspots Kesslergasse, Wichtermann-Platz etc. zu sehen. Na gut, mit ihren lachhaften OP-Masken haben die Herrschaften wahrscheinlich jetzt Angst.
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  • jpn
    Vielleicht hat auch die Stadtverwaltung verstanden, dass im Freien die Ansteckungsgefahr im Promillebereich liegt (siehe Gutachten Aerosolforscher). Fraglich ist eher, warum es noch eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt gibt.
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