Diese Nachricht dürften viele kommunale Freibäder freudig begrüßen: Der Freistaat Bayern wird, wie versprochen, ein Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Freibäder auflegen. Dies berichtet die Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU), in einer Pressemitteilung.
Staat rechnet mit Fördersatz von etwa 25 Prozent
Ihren Informationen nach ist das Förderprogramm, von dem auch das marode Volkacher Freibad profitieren könnte, auf sechs Jahre angelegt. Während dieser Laufzeit möchte der bayerische Staat 120 Millionen Euro für die Sanierung von Freibädern zuschießen. Zugleich verweist die Pressemitteilung darauf, dass es rund 860 kommunale Hallen- und Freibäder in Bayern gibt, und der derzeit bekannte Sanierungsbedarf von Freibädern rund 480 Millionen Euro beträgt. Von diesen Zahlen ausgehend dürfte der durchschnittliche Fördersatz, je nach Finanzkraft der Stadt oder Gemeinde, bei circa 25 Prozent liegen, heißt es in der Pressemitteilung der Abgeordneten.
Die CSU-Landtagsfraktion habe sich laut Becker in den Haushaltsverhandlungen für die Freibad-Förderung eingesetzt, um Kindern möglichst wohnortnah die Chance zu bieten, richtig schwimmen zu lernen. Der CSU sei es wichtig, dass der Staat die Kommunen, die für die Errichtung und den Betrieb kommunaler Schwimmbäder zuständig sind, "nicht im Regen stehen lassen".
Für interkommunale Lösungen winkt ein Bonus
Becker nennt auch Details zur Freibad-Förderung. Demnach würde der Freistaat bis zu 55 Prozent der Sanierungskosten von Schwimmbecken, Umkleiden und Technikbereichen übernehmen. Dabei sei eine Basisförderung von 45 Prozent vorgesehen. Interkommunale Lösungen, wie sie Bürgermeister Peter Kornell etwa auch für das Volkacher Freibad ins Spiel gebracht hat, sollen einen Bonus von zehn Prozent extra erhalten. Die Stadt Volkach schätzt die Kosten für die Sanierung ihres Freibads auf deutlich über sechs Millionen Euro.
In den kommenden Wochen wird das Programm final mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Im Anschluss treten die neuen Richtlinien baldmöglichst in Kraft und die Förderung der Freibadsanierungen könne beginnen, so Becker.