
Sie haben es geschafft: 74 Schülerinnen und Schüler der Wallburg-Realschule konnten ihren Traum vom Realschulabschluss verwirklichen und haben ihre Abschlusszeugnisse bekommen. "In jedem Fall waren Fleiß, Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen vonnöten", sagte Schulleiterin Manuela Küfner bei der Abschlussfeier in der Aula der Wallburg-Realschule Eltmann.
Sechs Jahre Realschule, das sind 1200 Schultage und fast 7500 Stunden Unterricht, erklärte sie. "Was ist dabei herausgekommen? Junge Erwachsene in festlicher Kleidung, begleitet von stolzen Eltern, mit einem wertvollen Realschulabschluss in der Tasche."
Schuljahre mit vielen verschiedenen Erlebnissen
Für den Elternbeirat stellte Dominik Klauer fest, "als zappelige Fünftklässler haben wir euch begrüßt und heute sehen wir euch fast als Erwachsene, die bereit sind, die Welt zu erobern. Eure Talente und Fähigkeiten sind einzigartig." Jede Schülerin, jeder Schüler habe das Potenzial, Großes zu erreichen. Und Bürgermeister Michael Ziegler erinnerte die Jugendlichen daran, dass Geld, Reichtum und Macht nicht das wichtigste sei, sondern die Liebe zum Leben.

Direktorin Manuela Küfner stellte ihre Gedanken unter das Thema "Träume" und den Traum, die Abschlussprüfung zu bestehen. Dabei erinnerte sie an schöne, erfolgreiche Jahre mit Schullandheim, Kulturfahrt oder dem Tanzkurs.
"Wichtige Werte, die wir euch vermittelten, waren auch Empathie und Einfühlungsvermögen sowie der respektvolle Umgang mit anderen Menschen", so Küfner. "Nun heißt es, Verantwortung zu übernehmen, wenn eure Zukunftsträume wahr werden sollen. Denkt immer daran: Träume gehen nur in Erfüllung, wenn man etwas dafür tut!"
Erfüllung im beruflichen Werdegang
Dabei sprach sie ihre Hoffnung aus, dass die persönlichen Träume in Erfüllung gehen und verwies auf Martin Luther King, der mit den Worten "I have a dream" Wünsche und Visionen artikulierte, die damals fast unvorstellbar waren. "Ich erträume mir, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler auf einen Lebensweg entlassen, den sie optimistisch beschreiten und in ihrem beruflichen Werdegang ihre Erfüllung finden."

Viele Absolventinnen und Absolventen haben ihren Traumberuf schon gefunden. Hailey Bernard aus Oberhaid geht an die Fachoberschule für Sozialwesen in Bamberg und möchte danach Forensik studieren, einen Studiengang, der Spurensicherung und Untersuchung bei Straftaten lehrt. Das ist eine außergewöhnliche Berufswahl. "Mir hat in der Schule Biologie und Physik viel Freude bereitet und ich möchte bis zum Bachelor kommen, um in die Forensik einzusteigen." Auch bei der Polizei wäre dies möglich.
Marie Kuharek aus Trossenfurt möchte den Beruf der Feuerwehrfrau ausüben und bringt dazu schon Voraussetzungen mit. "Ich bin seit fünf Jahren bei der Jugendfeuerwehr und habe dabei die verschiedensten Abzeichen erworben. Die Feuerwehr hat mich schon immer interessiert." Bei der Stadtfeuerwehr in Bamberg habe sie ein Praktikum absolviert, was ihre Entscheidung bestärkt habe. Nun beginnt sie ihre Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Nürnberg.
Ein Hebammenstudium soll folgen
Amy Bernard will hingegen Hebamme werden und schlägt damit den Weg ein, den ihre Mutter früher gerne gewählt hätte. "Auch mir macht das Spaß und ich habe dazu schon ein Praktikum im Krankenhaus absolviert, das mich in meiner Wahl bestärkt hat." Sie beginnt nun am Krankenhaus in Haßfurt ihre dreijährige Pflegeausbildung. "Anschließend möchte ich das Studium zur Hebamme anschließen."