
Der Kalbbergweg "i4" in Iphofen verbindet die reizvolle Landschaft der Weinberge mit der Ruhe und Stille des Waldes. Die Tour führt an einem Waldsee vorbei und bietet herrliche Aussichten.
Für den knapp fünf Kilometer langen Ausflug, der eine gesunde Mischung aus Bewegung, Entspannung und naturnahem Genuss bereithält, sollte man gut eineinhalb Stunden Gehzeit veranschlagen.
1. Wohin geht der Ausflug und was ist das für eine Tour?
Der 4,5 Kilometer lange Ausflug auf dem Iphöfer Rundwanderweg "i4" startet etwas außerhalb der 4900 Einwohner zählenden Gemeinde Iphofen im Landkreis Kitzingen. Die Tour, die auch als Kalbbergweg bekannt ist, führt zu den schönsten Aussichtspunkten der Weinlage "Iphöfer Kalb".
2. Wie komme ich da hin? Und wo parke ich?
Iphofen ist mit dem Auto leicht über die B8 zu erreichen und hat eine gute Anbindung an die A7 und an die A3. Am Startpunkt der Tour, am Parkplatz der Freizeitanlage Ringsbühl, sind kostenfreie Parkplätze vorhanden.
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt am einfachsten vom Bahnhof in Kitzingen mit der Regionalbahn nach Iphofen. Laut Auskunft der Touristinformation vor Ort fahren die Züge stündlich.
Am Bahnhof dort folgt man in Richtung Altstadt entweder dem Zuweg zur Traumrunde Iphofen oder dem Zuweg Steigerwaldpanoramaweg. Zu Fuß benötigt man rund 30 Minuten bis zum Startpunkt der Wandertour.

3. Warum sollte ich dorthin?
Die Weinberge von Iphofen sind die Wiege einiger herausragender Weine. Wer den Ausblick auf Iphofen und die Weinlandschaft vor Ort erleben möchte, ist auf der Rundwanderung "i4" bestens aufgehoben. Der Kalbbergweg bietet eine reizvolle Kombination aus Natur und Erholung.
Die Strecke führt durch eine hübsche Landschaft mit Weinbergen und bietet beeindruckende Ausblicke auf die Umgebung. Die frische Luft und das ruhige Ambiente laden zu einem entspannten Spaziergang ein.
4. Was gibt es zu sehen und zu erleben?
Start- und Zielpunkt der Wanderung ist die Freizeitanlage Ringsbühl zwischen Iphofen und Birklingen. Das Gelände lockt mit einem Kinderspielplatz samt Seilbahn und mit einer nah gelegenen Kneipp-Anlage, die sich an heißen Tagen ideal zur Erfrischung anbietet.
Vorbei am kleinen Waldsee führt die Tour bergauf in die Weinlage Kalb.

Von hier genießt man einen grandiosen Ausblick in die Umgebung. Nach gut zwei Kilometern geht‘s in einer engen Schleife nach links in den Wald ab.
Auf dem weiteren Weg passiert man den Waldkindergarten, das Fieberbrünnlein sowie ein Wildgehege, an dem man mit etwas Glück auch Tiere sehen kann.
Entlang des Waldsees geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Tourenlogo ist ein schwarzes "i 4" auf gelben Grund. Die Tour ist weitestgehend gut ausgeschildert. Wer auf Nummer sicher gehen will, läuft die Runde mit gpx-Track.
- Hier geht's zur Tour auf Komoot

5. Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Die Wandertour ist in rund 1,5 Stunden gut machbar. Wer sich einen Abstecher zur Panorama-Aussicht oberhalb des Kalbkreuzes gönnt, wo es auch einen Rastplatz und eine Schaukel gibt, muss ein bisschen mehr Zeit einplanen.


6. Was ist die beste Zeit für diesen Trip?
Der Kalbbergweg lädt zu jeder Jahreszeit zu einer Wanderung ein, da jede Saison ihren eigenen Reiz bietet. Im Frühling erwacht die Natur mit frischem Grün und Blütenpracht. Im Sommer lässt sich die Tour gut am Morgen oder am Abend laufen, da sie zur einen Hälfte auf offener Flur und zur anderen Hälfte im Wald verläuft. Der Herbst verzaubert mit leuchtenden Farben in den Weinbergen.
Und im Winter sorgen klare Luft und eine ruhige Atmosphäre für ein besonderes Erlebnis. Im Winter kann es in den Weinbergen auch mal recht windig und von daher gefühlt auch kälter als erwartet sein. Da ist angepasste Kleidung von Vorteil. An nassen Tagen bietet sich für die Passage durch den Wald rutschfestes Schuhwerk an.

7. Für wen ist der Ausflug geeignet?
Gerade in der Zeit, in der die Tage kürzer sind, eignet sich die Route ideal für einen entspannten Nachmittagsspaziergang. Die überschaubare Strecke macht den Ausflug zu einem perfekten Ziel für eine kurze Auszeit.
Zu beachten ist, dass die Strecke auf den teils unbefestigten Abschnitten nicht für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen geeignet ist. Über ein bisschen Grundkondition sollte man auch verfügen, das erste Drittel der Tour führt bergauf.

8. Wenn der kleine Hunger kommt: Wo gibt es was zu trinken und zu essen?
Auf der Tour selbst gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Wer unterwegs Lust auf eine Brotzeit hat, sollte sich diese mitnehmen. In Iphofen laden mehrere Einkehrmöglichkeiten wie Cafés, Restaurants oder Bäckereien zu einer genussvollen Pause ein. Kleinigkeiten lassen sich vor Ort im Supermarkt besorgen.
Bei passendem Wetter bietet sich das Gelände der Freizeitanlage auch als ein idealer Ort zum Grillen und Verweilen an. Private Grillfeste, Kindergeburtstage und Feiern im größeren Rahmen müssen im Vorfeld bei der Stadt angemeldet werden.


9. Wenn ich noch Zeit habe und bleiben will – was bietet die Umgebung?
- Iphofen hat einiges zu bieten. Angefangen beim Knauf-Museum, das Exponate aus fünf Jahrtausenden und vier Erdteilen beherbergt und bis Ende März Winterpause hat, über das Freilandmuseum Kirchenburg in Mönchsondheim bis hin zu den vielen sehenswerten Baudenkmälern mit Toren und Türmen sowie der komplett erhaltenen Wehranlage.
- Im Landkreis Kitzingen gilt der Schwanberg als das Ausflugsziel schlechthin. Neben dem Schlosspark, ein bedeutendes Gartendenkmal aus dem 20. Jahrhundert, laden oben auf dem "Heiligen Berg" viele Rundwege dazu ein, das Plateau zu entdecken.
- Als die "Silvanerecke Frankens" am Fuße des sagenumwobenen Schwanbergs lockt Rödelsee gleich mit mehreren Sehenswürdigkeiten. Sei es der jüdische Friedhof, das "Elfleinshäusla" und "Kolonialmuseum" oder auch das Schloss Crailsheim sowie das terroir f als magischer Ort des Frankenweins.
- Mainbernheim ist ein schönes altfränkisches Kleinstädtchen, das von einer guterhaltenen Stadtmauer mit 18 Türmen und zwei Stadttoren umgeben ist. Während die Grabengärten vor der südlichen Stadtmauer zum Spazieren einladen, kann man auf dem Bernermer Weinwanderweg oder dem Großen und Kleiner Bärlesweg die Umgebung erkunden.
- Die Stadt Kitzingen liegt an den Ufern des Mains im Maindreieck. Mittelpunkt der historischen Altstadt ist der Marktplatz, der von fränkischen Fachwerkhäusern, imposanten Bürgerhäusern und dem Renaissance-Rathaus eingerahmt wird. Narrenfreunde erfreuen sich zudem an einem Besuch im Deutschen Fastnachtsmuseum.




