
Das kommt nun wirklich überraschend: eine fast schon comic-hafte Welt von Fratzen, Sagentieren und Bibelmetaphern an den Säulen im Kreuzgang eines katalonischen Klosters. Stundenlang könnte man sich an diesem Ort der frommen Einkehr in die Abbildungen handwerklichen Könnens, menschlicher Schwächen, närrischer Spiele oder biblischer Weisheiten versenken und darüber sinnieren. So viel Zeit haben wir nicht. Aber auch ein kurzer Rundgang durch den Kreuzgang des Klosters Santes Creus reicht, um der Fantasie Schwingen zu verleihen. Schließlich haben wir mit Knut Schwinzer einen Kenner der Szenerie an der Seite. Der vor 15 Jahren vom deutschen Schwaben ins spanische Katalonien umgesiedelte Fotograf hat sich ein schier unerschöpfliches Wissen über die Zisterzienser und insbesondere über das von ihnen im 12. Jahrhundert erbaute Kloster Santes Creus angeeignet. Selbst das ebenso geschickt wie verdeckt gemachte „Selfie“ des damaligen Baumeisters entgeht unseren Augen so nicht.
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