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BERLIN
Das vergessene olympische Dorf
Olympische Spiele 1936: Im kleinen Ort Elstal bei Berlin verfällt die Athleten-Unterkunft von einst. 1936 wurde die von den Nazis gebaute, hochmoderne Anlage von der ganzen Welt bewundert. Heute kann sich sogar Rio noch etwas davon abschauen.
Viele Gebäude des ehemaligen olympischen Dorfes in der Nähe von Berlin sind längst verfallen, die meisten Unterkünfte der Sportler wurden für Baumaterial abgerissen. Die Turnhalle aber steht noch. Neben der Sprossenwand hing während einer Ausstellung der Berliner Gegenwarts-Künstlerin Eleonore Straub ein Bild aus einer Serie über die Olympischen Spiele in Peking 2008.
Foto: IMAGO | Viele Gebäude des ehemaligen olympischen Dorfes in der Nähe von Berlin sind längst verfallen, die meisten Unterkünfte der Sportler wurden für Baumaterial abgerissen. Die Turnhalle aber steht noch.
Redaktion
 |  aktualisiert: 27.04.2023 02:05 Uhr

Rund 20 Kilometer westlich von Berlin, im kleinen Ort Elstal, ist die Luft sauber, Bienen fliegen summend von Blüte zu Blüte. Der Lärm und die Hektik der Großstadt sind hier weit weg. Diese Ruhe ist 1934 einer der Hauptgründe, weshalb die Wehrmacht entscheidet, hier das olympische Dorf für die Spiele 1936 zu bauen. Zwei Jahre später, rechtzeitig zu Beginn der Olympischen Spiele, ist das weltweit revolutionäre Vorzeigeprojekt mit 161 neuen Gebäuden aus massivem Mauerwerk fertig. Die Anlage wird in eine Hügel- und Waldlandschaft mit künstlichem See eingebettet. Über das kleine Paradies vor den Toren Berlins staunt damals die ganze Welt. Das war vor 80 Jahren.

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