zurück
London
Eine Partei auf der Suche nach sich selbst
Zwei Wochen vor der britischen Parlamentswahl sieht es für die Konservativen schlecht aus. Einige Mitglieder versuchen, die Tories weiter rechts zu positionieren. Wie Experten die Lage beurteilen.
Wahl in Großbritannien.jpeg       -  Der britische Premierminister Rishi Sunak bei einem Wahlkampftermin.
Foto: James Manning, dpa | Der britische Premierminister Rishi Sunak bei einem Wahlkampftermin.
Redaktion
 |  aktualisiert: 29.06.2024 02:51 Uhr

Gerade einmal vier Wochen ist es her, dass sich Premierminister Rishi Sunak betont selbstbewusst gezeigt hat. Damals kündigte der 44-Jährige Neuwahlen an. Unsichere Zeiten erforderten einen klaren Plan und mutiges Handeln, sagte er. Heute wirkt Sunak defensiv und kleinlaut. Dass es zwei Wochen vor der britischen Parlamentswahl für die Konservativen schlecht aussieht, mutet inzwischen wie eine Untertreibung an. In der Tory-Partei herrscht regelrechte Untergangsstimmung. Nicht nur, dass sich Pleiten, Pech und Pannen aneinanderreihen. Vertraute des Premiers werden verdächtigt, Insiderwetten auf den Wahltermin abgeschlossen zu haben. Auch der Einstieg des Rechtspopulisten Nigel Farage in den britischen Wahlkampf verpasste den ohnehin bescheidenen Hoffnungen Sunaks auf eine Wiederwahl einen heftigen Dämpfer. Eine Niederlage scheint sicher – vielleicht sogar noch mehr: Laut Umfragen könnten die Tories bei den Wahlen am 4. Juli die geringste Anzahl an Sitzen im Parlament seit ihrer Gründung erhalten. Und: Regierungschef Sunak verliert wohl sogar seinen Wahlkreis – und damit seinen Sitz im Parlament in London. Als erster Premierminister der Geschichte. 

Immer informiert sein und
14 TAGE GRATIS testen
  • Alle Artikel in der App lesen
  • Bilderserien aus Mainfranken
  • Nur 9,99€/Monat nach der Testphase
  • Jederzeit monatlich kündbar