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Migration
Flüchtlinge holen immer mehr Angehörige nach
Nicht nur die Zahl der Asylbewerber steigt, auch der Familiennachzug von Flüchtlingen hat stark zugenommen. Muss die Koalition gegensteuern?
Familiennachzug.jpeg       -  Sozialdemokraten und Grüne wollen subsidiär, also nachrangig geschützten Menschen, das gleiche Recht auf Familiennachzug einräumen wie anerkannten Asylbewerbern
Foto: Sophia Kembowski, dpa | Sozialdemokraten und Grüne wollen subsidiär, also nachrangig geschützten Menschen, das gleiche Recht auf Familiennachzug einräumen wie anerkannten Asylbewerbern
Redaktion
 |  aktualisiert: 11.03.2024 10:48 Uhr

Der Fall ist extrem – aber nur einer von vielen. Ahmed A., ein 40-jähriger Syrer, ist als Asylbewerber anerkannt und in einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Donau-Ries untergebracht. Er spricht kein Deutsch und hat auch noch keine Arbeit gefunden. Trotzdem stellt seine Frau, die bei der Hochzeit gerade einmal 14 Jahre alt war und im Libanon gestrandet ist, für sich und die zehn Kinder einen Antrag auf Familiennachzug. Die Bedenken des Landratsamtes in Donauwörth, das nicht weiß, wie es eine derart große Familie unterbringen soll, weist das Auswärtige Amt zurück. Mutter und Kinder dürfen nach Deutschland einreisen. Inzwischen ist noch ein elftes Kind dazu gekommen.

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