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Avignon
„Schmerzhafter Weg”: Missbrauchsprozess in Avignon zu Ende
Jahrelang wurde Gisèle Pelicot von ihrem Mann betäubt und von ihm sowie Fremden vergewaltigt. Der Prozess gegen die Männer endet mit Strafen, die einige zu kurz finden. Frankreich könnte er verändern.
Missbrauchsprozess in Avignon       -  Der Prozess war für Gisèle Pelicot ein schmerzhafter Weg.
Foto: Lewis Joly/AP/dpa | Der Prozess war für Gisèle Pelicot ein schmerzhafter Weg.
Redaktion
 |  aktualisiert: 22.12.2024 02:28 Uhr

Zusammengerechnet mehr als 400 Jahre Haft müssen die 51 Angeklagten im Vergewaltigungsprozess von Avignon nach Willen des Gerichts für den massenhaften Missbrauch von Gisèle Pelicot absitzen. Die Höchststrafe von 20 Jahren erteilte der Vorsitzende Richter, Roger Atara, nur für den Hauptangeklagten, Pelicots Ex-Mann. Fast zehn Jahre lang hatte dieser seine damalige Frau immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Fremden zur Vergewaltigung angeboten. Insgesamt blieb das Gericht mit seinem Urteil deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft zurück.

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