
Die Menschen vergessen schnell. Und in den Medien wurde das Thema von anderen überlagert: Die zähen Koalitionsverhandlungen, der Umgang mit Russland, der Datenskandal um Facebook füllten Zeitungen und Sendezeit. Lange war es ruhig um den islamistischen Terrorismus. Die Dschihadisten des selbsternannten Islamischen Staats haben fast ihr gesamtes Territorium in Syrien und dem Irak verloren. Zwar tötete Ende März ein Islamist in einem französischen Supermarkt vier Menschen. Doch der letzte große Anschlag in Europa scheint eine gefühlte Ewigkeit her: Barcelona, im August 2017. Zahlen, die Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts präsentierte, rütteln jedoch wach. Sie zeigen, dass die Gefahr nicht gebannt ist – und das sinnvollere Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen.
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