
Im Museum am Dom in Würzburg lösten 2011 rund 29 000 Menschen ein Ticket. Im Jahr zuvor waren es noch gut 40 000 gewesen. Ein Grund sei sicher, dass im vergangenen Jahr nur zwei Wechselausstellungen zu sehen waren, meint Martin Turek, Geschäftsführer der Museen der Diözese Würzburg. 2010 hatten noch sieben verschiedene Schauen Besucher angelockt.
Den Würzburger Kulturspeicher besichtigten 2011 rund 34 500 Leute. Im Vorjahr kamen mit 37 500 etwas mehr. Ähnlich sieht die Jahresbilanz des Museums Georg Schäfer in Schweinfurt aus – etwa 25 000 Besucher drehten eine Runde durch die wechselnden Ausstellungen. Mit rund 28 000 Gästen waren auch hier 2010 mehr Menschen gekommen.
Wie viele Menschen im vergangenen Jahr in ganz Deutschland ein Museum besucht haben, ist noch nicht klar. Die umfangreiche Erhebung des Berliner Instituts für Museumsforschung verrät erst zu Jahresende 2012 verlässliche Zahlen.
Klar ist allerdings, dass die deutschen Museen im Jahr 2010 einen Besucherrekord verzeichnet haben. Mit mehr als 109 Millionen Besuchen habe es eine Steigerung um 2,2 Prozent im Vergleich zu 2009 gegeben, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin mit. Dies sei die höchste Zahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981.
Außergewöhnlich publikumsträchtig waren: das Ruhrmuseum und das Museum Folkwang in Essen, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg mit der Sonderausstellung „Mythos Burg“ und das Neue Museum in Berlin, wo die Büste der Nofretete zu sehen ist.