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WÜRZBURG
Michael Triegel: Der Maler des nackten Christus im Würzburger Museum am Dom
Michael Triegel. Das ist der, der den nackten Christus malte – detailgetreu auch an entscheidender Stelle. Das sorgte in Würzburg für Ärger: Der Bischof ließ 2005 die im Museum am Dom gezeigte „Auferstehung“ abhängen. Besucher hätten sich an der Darstellung des nackten Gottessohnes gestört.
Michael Triegel: Der Maler des nackten Christus im Würzburger Museum am Dom
Redaktion
 |  aktualisiert: 01.10.2008 16:58 Uhr

Man kann das bedauern, weil dieses Bild einen Blick auf die Gedankenwelt des 39-jährigen Künstlers wirft – und gleichzeitig einen Blick auf den Menschen Jesus eröffnet, der, nach christlichem Verständnis, nicht nur Gott, sondern eben auch Mensch war. Mit allen Attributen eines Mannes. Die Auferstehung ist, laut christlichem Glaubensbekenntnis, eine „Auferstehung des Fleisches“ – auch das wollte Michal Triegel in der Sprache der Kunst ausdrücken. Mit allen körperlichen Attributen. Man kann das Fehlen der „Auferstehung“ auch deshalb bedauern, weil das großformatige Bild Teil eines Triptychons ist und ein Triptychon nur in der Zusammenstellung aller seiner drei Teile wirkt. In der Ausstellung werden nur die „Kreuzigung“ und die Grablegung gezeigt – einzeln.

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