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KLINGENBERG
Ein Richter redet sich um Kopf und Kragen
Mit gleichsam sprechendem Bühnenbild: Kleists „Der zerbrochene Krug“ auf der Clingenburg.
Foto: Bjoern Friedrich | Mit gleichsam sprechendem Bühnenbild: Kleists „Der zerbrochene Krug“ auf der Clingenburg.
Sabine Dähn-Siegel
Sabine Dähn-Siegel
 |  aktualisiert: 03.12.2019 09:53 Uhr

Von Anfang an ist bei den Clingenburg Festspielen klar: Der Kerl ist unsympathisch, nicht nur wegen seines Äußeren. In ungepflegter Unterwäsche, lädiert an Kopf und Knie, strahlt er im Umgang mit seinen Untergebenen und Mitmenschen Rücksichtslosigkeit und Macht aus. Ein lauter, böser, alternder Mann ist das, der seine späten Triebe nicht bezähmen kann und ein junges Mädchen sexuell zu erpressen versucht. Ein Provinzrichter, dem nur die überraschende Visite eines hochrangigen Vorgesetzten Hosenflattern bereitet.

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