
Patientinnen und Patienten fragen – Experten antworten – unter diesem Motto stand die Telefonaktion des Thoraxzentrums Münnerstadt. Der ärztliche Direktor und Chefarzt der Pneumologie, Dr. med. Bernd Seese, beantwortete Fragen rund um das Thema Asthma und Allergieerkrankungen. Diese Themen interessierten die meisten Anrufer und Anruferinnen.
Frage: Was können mögliche Gründe sein, dass sich das Asthma trotz einer inhalativen Medikation nicht verbessert?
Dr. med. Bernd Seese: Diese Frage hat sehr viele Patientinnen und Patienten beschäftigt. Sie haben eine Asthma-Diagnose und eine inhalative Medikation, dennoch haben sie vermehrt Husten, vermehrt belastungsabhängige Luftnot oder nächtliche Atemgeräusche. Es gibt verschiedenste Systeme zum Inhalieren, gemeinsam ist den meisten die Grundsubstanz Kortison. Bringt die Therapie keinen Erfolg, muss man überprüfen, ob der Patient richtig inhaliert. Betroffene müssen entsprechend geschult werden, etwa vom behandelnden Arzt oder Ärztin aber auch Apotheker oder die Apothekerin.
Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es bei allergischem Asthma?
Bei allergischem Asthma stellt sich zunächst die Frage nach den Allergenen. Ist es ein Allergen, das ich vermeiden kann oder eines, das mich permanent umgibt. Im zweiten Fall gibt es die Möglichkeit einer Desensibilisierung, das heißt, man gibt das Allergen in winzigen Dosen, um den Patienten oder die Patientin an dieses Allergen zu gewöhnen, sodass sie weniger stark auf dieses reagieren. Eine solche Desensibilisierung dauert in der Regel drei Jahre.
Welche Begleiterkrankungen können das Asthma unterhalten?
Hierzu zählen zum Beispiel chronische Entzündungen, etwa im Nasen- oder Rachenbereich. Wenn die obere Etage der Atemwege, also der Nasen-Rachenraum, nicht gesund ist, kommt auch der Bronchialbaum nicht zur Ruhe. Auch Sodbrennen kann das Asthma beeinflussen, da das Magensekret im Rachenraum eine leichte Entzündung unterhält. Dies lässt sich durch veränderte Ernährungsgewohnheiten, aufrechteres Schlafen oder medikamentös behandeln.
Welche Rolle spielen Reha-Maßnahmen für die Asthma-Therapie?
Zum einen lernen Betroffene praktische Anwendungen, etwa die Inhalation. Zudem erfahren sie, wie sie ihre Leben nun gestalten können. Das Asthma muss so gut eingestellt sein, dass ein normales Leben möglich ist und körperliche Aktivität stattfinden kann. Fehlender Sport begünstigt Übergewicht, welches wiederum Asthma begünstigt.
Welche alternativen Behandlungsansätze gibt es darüber hinaus?
In den vergangenen Jahren sind zunehmend Biologika zum Einsatz gekommen. Dabei handelt es sich um Antikörper, die gegen Botenstoffe gerichtet sind, die das Asthma unterstützen.
Das Thoraxzentrum Münnerstadt hilft
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