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Schlaf
5 Warnsignale des Körpers, die auf einen akuten Schlafmangel hinweisen
Der Tag hat nie genug Stunden! Doch: Wird die nächtliche Ruhepause zu kurz, bettelt der Körper mit diesen fünf Warnsignalen um mehr Schlaf.
Mann liegt schlaflos im Bett       -  Wieder einmal wach: Warnsignale für Schlafmangel zeigen sich am Tage
Foto: Christin Klose, dpa-tmn (Symbolbild) | Wieder einmal wach: Warnsignale für Schlafmangel zeigen sich am Tage
Susan Lehmann
 |  aktualisiert: 02.04.2025 13:52 Uhr

Um körperlich und geistig gesund zu bleiben, braucht der Mensch genügend Schlaf. Doch nur allzu gern wird „die Nacht zum Tag gemacht“ und auf eine ausreichende Nachtruhe verzichtet. Das rächt sich unter anderem mit diesen fünf Anzeichen. Und: Zu wenig Schlaf kann lebensgefährlich sein!

5 Anzeichen für zu wenig Schlaf

Jeder Mensch reagiert anders auf zu wenig Schlaf und die Auswirkungen einer zu kurz geratenen Nachtruhe sind nicht bei allen gleich intensiv spürbar. Doch es gibt einige Anzeichen, mit denen der Körper nicht nur um mehr Schlaf bettelt, sondern regelrecht danach schreit. Die AOK nennt unter anderem diese Symptome:

  1. Konzentrationsschwierigkeiten: Die Konzentrationsspannen werden kürzer und es fällt schwerer, sich auf einzelne Aufgaben zu fokussieren. Schusselfehler schleichen sich ein, Bearbeitungszeiten werden länger.

  2. Müdigkeit: Ein anhaltendes Gefühl von Erschöpfung, häufiges Gähnen und eine körperliche Schwäche zeigen sich. Dies sogar nach einer längeren Schlafdauer bei ansonsten zu wenig Schlaf.

  3. Kopfschmerzen: Häufige Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache treten auf, sie verstärken sich bei hoher Lautstärke und Bewegung.

  4. Gereiztheit: Müde Menschen sind reizbarer und reagieren emotionaler. Bei Diskussionen werden sie schneller lautstark, mitunter zeigt sich eine niedrigere Hemmschwelle für körperliche Aggressionen.

  5. Geringere Leistungsfähigkeit: Das Denken fällt schwer und körperliche Anforderungen benötigen eine höhere Anstrengung. Betroffene ermüden schneller, sind weniger motiviert und zeigen schlechtere Arbeitsergebnisse.

Wer langfristig zu wenig schläft, riskiert laut Geo ernsthafte gesundheitliche Probleme. Aus Schlafmangel können Schlafstörungen und eine unerwünschte Gewichtszunahme ebenso entstehen wie schwerwiegende Erkrankungen (z. B. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden). Sogar das Schlaganfallrisiko steigt. Insgesamt sinkt durch die hohe Dauerbelastung bei ständiger Müdigkeit die Lebensqualität.

Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Im Jahr 1959 wurden noch acht bis neun Stunden Schlaf pro Nacht für einen gesunden Erwachsenen empfohlen. 1980 hingegen lautete die Empfehlung, nur noch sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Möglicherweise liegen diesem Rat längere Arbeitszeiten sowie mehr Freizeitaktivitäten zugrunde. Die National Sleep Foundation for Healthy Sleep empfiehlt für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren eine Schlafdauer von sieben bis neun Stunden, ab 65 Jahren reichen sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht.

Woher weiß ich, wie viel Schlaf ich persönlich brauche?

Wenn der Körper nicht anzeigt, dass er mehr Schlaf benötigt, ist alles in Ordnung. Wer aber sein persönliches Idealmaß in Bezug auf die Schlafmenge herausfinden will, geht wie bei Keno Kent dargestellt wie folgt vor:

  1. Gehen Sie an drei Tagen hintereinander ins Bett, wenn Sie müde sind.

  2. Schlafen Sie jeweils so lange, bis Sie von allein ausgeruht aufwachen.

  3. Addieren Sie die Schlafstunden aller drei Tage und teilen Sie diese durch drei.

Das Ergebnis zeigt das persönliche Idealmaß in Bezug auf die nötige Schlafmenge.

Übrigens: Schlafforscher gehen davon aus, dass ein Mensch auch zu viel schlafen kann. Bei regelmäßig mehr als neun Stunden Schlaf pro Nacht und dennoch anhaltender Müdigkeit am Tage kann das individuelle Schlafbedürfnis überschritten sein. Zu viel Schlaf könne sogar das Schlaganfallrisiko erhöhen, meinen Schlafexperten.

 
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