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Kommentar
Wir brauchen eine Debatte über den Bedeutungsverlust der Kirchen
Die katholische und evangelische Kirche befinden sich in einer tiefgreifenden Krise. Dabei kann sogar Kirchenfernen nicht egal sein, wenn hier etwas zusammenbricht.
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Foto: Annette Riedl, dpa | Es ist etwas ins Rutschen geraten bei den deutschen Kirchen - und der Prozess beschleunigt sich, in einem Tempo, das Kirchenverantwortliche schockiert.
Redaktion
 |  aktualisiert: 11.03.2024 11:48 Uhr

Erst am Montag erklärte das Erzbistum München und Freising, der Erhalt aller etwa 4000 pastoral genutzter Gebäude wie Kirchen, Pfarrheime und Pfarrhäuser sei langfristig nicht finanzierbar. Zuvor machte Schlagzeilen, dass sich katholische Bistümer aus Spargründen von ihren Schulen trennen. Für noch mehr Aufmerksamkeit wird in ein paar Wochen die "Kirchenstatistik" sorgen, vor allem die Zahl der Austritte im Jahr 2022. Sie dürfte auf Rekordniveau liegen. Die Evangelische Kirche in Deutschland hatte ihre Zahl bereits bekannt gegeben: Mit 380.000 lag sie vergangenes Jahr rund ein Drittel höher als im Vorjahreszeitraum, der höchste Wert seit Bestehen des geeinten Deutschlands. Katholische und evangelische Christen stellen nicht länger die Bevölkerungsmehrheit. Drastisch verschärfen wird sich die Situation für die Kirchen, wenn bald die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und spürbar weniger Einkommensteuer und folglich weniger Kirchensteuer bezahlen.

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