
Untergenutzte oder brachliegende innerörtliche Flächen sowie leerstehende Gebäude sollen belebt und genutzt werden. Der Marktgemeinderat verpflichtet sich weiter dem Prinzip "Innen statt Außen", um vor allem den Kernort zu erhalten und zu entwickeln.
Mit der Verpflichtung einher geht unter anderem ein Beratungsangebot für Leerstandsbesitzer oder potenzielle Interessenten und Förderangebote. Der Markt profitiert bei städtebaulichen Maßnahmen zudem von einer auf 80 Prozent erhöhten Förderung. Der Grundsatzbeschluss, nur im nachgewiesenen Bedarfsfall neues Bauland auszuweisen, war bereits vor fünf Jahren gefasst worden.
Hauptsächlich um den Schutz des Orts- und Landschaftsbildes geht es Sommerhausen bei den Neuerungen im Regionalplan Würzburg zur Windenergie. Als Träger öffentlicher Belange hatte die Gemeinde bereits bei der ersten Anhörung auf mögliche Konflikte mit Tourismus und Naherholung hingewiesen. Beides, so Bürgermeister Wilfried Saak, sei für Sommerhausen wichtig.
Erweiterung des Gebietes
Eine erneute Stellungnahme wurde als nicht notwendig angesehen. Konkret soll das Vorbehaltsgebiet WK 45 auf der Höhe über Sommerhausen von 111 auf 187 Hektar vergrößert und zu einem Vorranggebiet hochgestuft werden. Die Erweiterung findet vor allem Richtung Nordwesten statt. Begründet ist dies neben den bayerischen Ausbauzielen für erneuerbare Energien mit einer guten bis sehr guten Windhöffigkeit, so der Fachausdruck für genügend Wind. Diese ist hier mit mindestens 6,2 Metern durchschnittlicher Windgeschwindigkeit je Sekunde in 160 Metern Höhe angegeben.
Eine gute Erschließung zählte zu den Pluspunkten von WK 45, wozu auch die Nähe zu potenziellen Netzeinspeisepunkten gehört. Darüber hinaus sind die sieben bestehenden und drei im Bau befindlichen WEA ein positives Argument, weil die Bündelung zu Windparks angestrebt wird. Einzelstandorte dagegen sind nicht gewollt.
Der Flächenzuschnitt von WK 45 orientiere sich laut Änderungsentwurf für den Regionalplan an der visuellen Leitlinie "Maintalhang zwischen Marktbreit und Würzburg", wobei der 1000-Meter-Abstand zur Hangkante teilweise unterschritten wird, um den exponiert liegenden, windhöffigen Höhenrücken optimal einbinden zu können. Letztlich müssten die tatsächlichen Auswirkungen auf die Schutzgüter projektbezogen in den immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren abgewogen werden. Wie viel mehr WEA entstehen könnte, hänge letztlich davon ab, welche Anlagentypen mit ihren entsprechenden Einzeldaten geplant und realisiert werden, weshalb der Entwurf dazu keine Angaben enthält.
Weitere Unterstützung
Einstimmig war auch der Beschluss des Gemeinderats, das Torturmtheater wiederum mit 12.200 Euro finanziell zu unterstützen. Darin enthalten seien die Miete von 3500 Euro und eventuelle Sachleistungen. Von rein informativem Charakter war dagegen die Mitteilungen von Bürgermeister Wilfried Saak, dass die Homepage für Sommerhausen in die Jahre gekommen sei. Kosten und Betreuungsaufwand seien am besten im Griff zu behalten, wenn der touristische Teil auf die Website des Zweckverbands Tourismus Maindreieck umzieht und der kommunale Part von DigiPublica gehostet wird, wo auch die anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft betreut werden. Es würden einmalig 3600 Euro anfallen. Die Betriebskosten wären niedrig und die Bedienung sei wie bisher sowie durch die VG-Mitarbeiter möglich.