
Der Reichenberger Eine-Welt-Verein Karibuni hat erneut sein Engagement für eine gerechtere Welt und einen stimmungsvollen Kulturgenuss erfolgreich miteinander verbunden. Im romantischen Innenhof des Reichenberger Schlosses trat die junge Folk-Rock-Band "Harmony loves the sea" bei einem Benefizkonzert vor fast 200 begeisterten Besuchern auf.
Die Gruppe aus dem Raum Volkach spielte melancholische Balladen, tanzbare Gassenhauer sowie Selbstgemachtes. Der Funke sprang schnell auf die Zuhörer über, die zu den Songs wippten, summten und klatschten.
Die bekannten Hits wie "Here comes the sun" (Beatles), "The times they are changin" (Bob Dylan), "No roots" (Alice Merton), "Dancing in den moonlight" (Toploader) oder "Denkmal" (Wir sind Helden) begeisterten das Publikum. Aber auch die von der Gruppe selbst komponierten Lieder kamen gut an, darunter "Bahnhof", eine Ode an das Zentrum für Subkultur in einem alten Bahnhofshäuschen in Volkach.
"Harmony loves the sea" hatten im Jahr 2012 begonnen sich zu formieren. Alle Bandmitglieder kennen sich aus ihrer Zeit im Gymnasium im Münsterschwarzacher Kloster. In Reichenberg spielten Stefan Heuring (Gitarre, Gesang, Songwriter), Lukas Muth (Kontrabass), Chrissi Rathmann (Klavier, Gesang), Christine Heuring (Flöte), Anna Schulze (Klarinette, Mundharmonika, Gesang) und Leon Muth (Drums).
Karibuni-Vorsitzende Maria Weiss dankte den Musikern, den Besuchern für ihre Spenden und Schlossherr Christoph von Seydlitz-Wolffskeel, der seine Anlage wieder für das Konzert zur Verfügung gestellt hatte.
Auch Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich lobte das langjährige Engagement der Karibuni-Aktivisten. Der Verein, der sich 1996 gründete, hat schon über eine halbe Million Euro für Projekte in Afrika und Haiti erwirtschaftet. Die Spenden aus diesem Konzert werden für Renovierungsarbeiten an den Mitarbeiterwohnungen der Klinik Nyangao/Tansania verwendet.
Um noch erfolgreicher zu sein, will Karibuni einen zusätzlichen Verkaufstag in seinem Eine-Welt-Lädchen in der Bahnhofstraße einführen. "Wir suchen noch zwei bis drei ehrenamtliche Verkäuferinnen oder Verkäufer, die einmal im Monat für drei Stunden mitmachen", berichtete Maria Weiss.
Von: Robert Menschick (für Karibuni Reichenberg)