
Nach 345 Tagen im Amt reichte Amelie Supp die Krone der Bullenheimer Weinprinzessin an ihre Nachfolgerin Miriam Lehrieder weiter. Die 17-Jährige freit sich schon auf das eigene Weinfest.
Gut 50 Termine hat Amelie Supp in ihrer Amtszeit absolviert. Zu ihren Highlights zählte das Bullenheimer Jubiläumsweinfest. Es war ihr eine besondere Freude, das 50. Weinfest zu eröffnen. Im Programmheft, das die 21-Jährige, die an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt Medienmanagement studiert, zur Freude des Weinbauvereinsvorsitzenden Robert Kistner mitgestaltet hat, hatte sie geschrieben, dass es ihr eine Ehre sei, das Bullenheimer Paradies, seine Winzer und Weine während ihrer Amtszeit repräsentieren zu dürfen.
In Erinnerung bleiben werden ihr auch die Veranstaltungen des Weinbauverbands Franken, an denen sie teilnehmen durfte, wie das "Best of Gold". Unvergesslich wird ihr auch der kürzlich stattgefundene Empfang der Produkthoheiten der Metropolregion Nürnberg auf der Kaiserburg bleiben. Dazu hatte Gabi Schmidt, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt, eingeladen. Aber natürlich denkt Amelie Supp auch gerne an die Weinfeste zurück, die sich besucht hatte. "Jede Veranstaltung hat ihren eigenen Charme", sagt sie im Gespräch mit der Redaktion.
Ein Termin wird ihr in besonderer Erinnerung bleiben: "Summer Wine Time" in Ipsheim. Da musste sie die Weinbergzeile hinauflaufen, was mit Schuhen mit hohen Absätzen eine besondere Herausforderung war. "Die Schuhe waren erstaunlich sauber danach", erzählt sie und lacht. "Die Zeit war super", zieht sie Bilanz. Sie werde sie sehr vermissen, vor allem ihre Mithoheiten. Hier habe sie echt gute Freundinnen gefunden.
Ein Aushängeschild für Bullenheim
Danke für ihr Engagement sagte Ippesheims Bürgermeister Karl Schmidt. "Das Jahr wird Dir lange in Erinnerung bleiben", ist er sich sicher. Amelie I. sei ein Aushängeschild für Bullenheim gewesen. Die Geschäftsführerin des Weinparadieses Franken, Kerstin Kloha, ging auf das pinkfarbene Dirndl der Weinprinzessin ein. Pink stehe für Idealismus, Dankbarkeit und Engagement. Sie habe viel Zeit im Zeichen der Krone investiert, dankte Kloha.
Robert Kistner freute sich, dass seine Nichte Miriam Lehrieder sich bereit erklärt hatte, das Amt der Weinprinzessin zu übernehmen. Denn es habe in den vergangenen Jahren auch die ein oder andere Absage von jungen Frauen gegeben. Die 17-jährige Miriam Lehrieder startet selbstbewusst in ihr Amt, war doch auch ihre Mutter schon Weinprinzessin. Deshalb weiß sie, dass die meisten Dinge von ganz von allein kommen. Das Fachwissen erweitere sich stetig. Die neue Weinprinzessin absolviert derzeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Sie ist aktiv bei der Damengarde Ippesheim und spielt im Posaunenchor Bullenheim.