
Bis 2030 soll nach der Förderrichtlinie des Bundes für den Breitbandausbau vom April 2021 Deutschland flächendeckend mit Glasfaser ausgestattet sein. Der Glasfaserausbau wird hauptsächlich von den Telekommunikationsunternehmen vorangetrieben. In Gebieten, in denen ein wirtschaftlicher Ausbau nicht möglich ist, unterstützt der Staat aktiv mit der Gigabitförderung, um gleichwertige Lebensverhältnisse in der gesamten Bundesrepublik zu schaffen. In die Förderung können Privatadressen aufgenommen werden, die über weniger als 100 Mbit/s im Download verfügen und gewerbliche Adressen mit weniger als 200 Mbit/s.
Eine im Jahr 2022 in Veitshöchheim durchgeführte Markterkundung ergab, dass diese Fördervoraussetzungen einzig das Gewerbegebiet und der Ortsteil Gadheim erfüllen, während die Veitshöchheimer Wohngebiete bereits überwiegend über eine Bandbreite von mindestens 500 Mbit/s verfügen. Es dauerte nun fast drei Jahre, bis am 10. März 2025 bei der Gemeinde Veitshöchheim der beantragte Förderbescheid des vom Bund beauftragten Projektträgers, der PwC GmbH in Berlin, einging, mit dem Bundesmittel in Höhe von 383.000 Euro für den Förderzeitraum bis Ende Februar 2028 bewilligt wurden. Das sind 50 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke von 766.000 Euro, die der Firma GlasfaserPlus bei der Glasfaser-Erschließung im Gewerbegebiet und in Gadheim entstehen.
CSU-Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer übermittelte nun Bürgermeister Jürgen Götz die frohe Kunde, dass die Gemeinde Veitshöchheim hierfür auch vom Freistaat Bayern eine Zuwendung von 40 Prozent, das sind 321.713 Euro, erhält. Von der Gemeinde zu tragen ist somit noch ein zehnprozentiger Eigenanteil von 76.600 Euro.
Sobald der bayerische Förderbescheid bei der Gemeinde eingeht, kann laut Bürgermeister der Vertrag mit GlasfaserPlus abgeschlossen werden. Diese Firma werde dann einen genauen Trassenplan für den Ausbau der Glasfaserversorgung in den beiden Gebieten ausarbeiten. Firmen im Veitshöchheimer Gewerbegebiet müssen sich deshalb wohl noch einige Zeit gedulden, bis sie vor Ort einen Glasfaseranschluss erhalten können.
Keine Probleme hat diesbezüglich die in der Schleehofstraße im Juni 2023 mit einem Rechenzentrum angesiedelte Firma Rockenstein, die durch eigene Verträge mit verschiedene Anbietern bereits über einen Glasfaseranschluss mit Bandbreiten bis zu 100 Gbit/s verfügt. Im Industrie- und Gewerbegebiet sah bereits vor über 15 Jahren eine Werbefirma, die online eine Menge von Daten wie beispielsweise auch Videos an ihre Kunden transportieren musste, wegen des niedrigen DSL-Anschlusses von unter 4000 MB einen Handlungsbedarf.
