
Mit den länger werdenden Tagen lädt die Sonne dazu ein, wieder ausgiebig Zeit im Garten zu verbringen. Manche haben schon beobachtet, dass die Nachbarn mit den Gartenarbeiten begonnen haben, besonders mit der Rasenpflege. Doch Vorsicht bevor man selbst die Hacke in die Hand nimmt oder den Rasenmäher startet: nicht jede Maßnahme ist unschädlich für den Rasen. Hier gibt es wertvolle Tipps für die optimale Rasenpflege im Frühjahr.
Frühjahrsrasenpflege: mit den Vorbereitungen beginnen
Nach dem kalten Winter erscheinen viele Rasenflächen zunächst wenig einladend. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend, die jedoch erst beginnen sollte, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Zunächst ist es ratsam, Laub und Äste zu beseitigen. Anschließend kann der Rasen von eventuell vorhandenem Unkraut befreit werden. Auch das Entfernen von Moos und altem Pflanzenmaterial ist wichtig, um Platz für neues, gesundes Gras zu schaffen. Ein Säuberungsschnitt mit dem Rasenmäher, bei dem maximal ein Drittel der Halmlänge gekürzt wird, ist ein sinnvoller nächster Schritt. Anschließend sollte der Boden gelockert werden, um die Luftzirkulation zu fördern. Vorsicht beim jungen Rasen: hier sollte man frühestens nach zwei bis drei Jahren wieder vertikutieren.
Die richtigen Rasensamen wählen

Wenn die Aufräumarbeiten und die ersten Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen sind, kann mit der Aussaat begonnen werden. Damit das Saatgut keimen und wachsen kann, sollte die Bodentemperatur acht bis zehn Grad Celsius erreichen. Bei der niedrigeren Temperatur besteht nämlich die Gefahr, dass das Gras nicht ordentlich wächst. Um eine gleichmäßige Rasenfläche zu erhalten, ist es wichtig, kahle Stellen nachzusäen. Doch Achtung, dabei sollte die Wahl der Rasensorte gut überlegt sein. Nicht jede beliebige Sorte ist gut für den heimischen Garten. Sie muss zu den gegebenen Bedingungen passen, zum Beispiel:
- Zierrasen: Ideal für anspruchsvolle Gartenbesitzer, die eine ästhetisch ansprechende und gepflegte Grünfläche schätzen.
- Schattenrasen: Perfekt geeignet für Gärten, die von Bäumen, Hecken oder hohen Hauswänden beschattet werden.
- Rasen für trockene Standorte: Optimal für Bereiche, die nur wenig Wasser erhalten, und dennoch eine grüne Oase bieten sollen.
- Rollrasen: Die bequeme Wahl für alle, die mit minimalem Aufwand eine sofortige Begrünung wünschen.
- Blumenwiese: Eine wunderbare Option für Naturfreunde, die Insekten unterstützen und ihrem Garten eine lebendige Vielfalt verleihen möchten.
Es gibt eine Vielzahl von Rasensorten, die unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Beim Nachsäen ist es besonders wichtig, dieselbe Sorte wie ursprünglich zu verwenden, wenn ein einheitliches Erscheinungsbild erwünscht ist.
Pflege und Düngung für einen gesunden Rasen
Ein häufiger Fehler beim Düngen ist, einfach Dünger auszubringen, ohne zu wissen, welche Nährstoffe der Boden braucht und welchen pH-Wert er hat. Dünger kann den pH-Wert des Bodens verändern. Deshalb ist es wichtig, den pH-Wert des Bodens zu überprüfen und zu wissen, was der Rasen braucht. Für diejenigen, die nicht lange auf ein prächtiges Grün warten möchten, bieten spezielle Frühjahrsdünger eine schnelle Lösung. Alternativ kann fein gesiebter Kompost verteilt werden. Dieser natürliche Dünger belebt den Boden und schützt das Saatgut vor hungrigen Vögeln. Für eine intensivere Zufuhr der Nährstoffe ist Bio-Rasendünger eine gute Wahl, jedoch sollte der Rasen nach der Anwendung zwei Tage lang nicht gemäht werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Bodenqualität ist das Kalken. Durch das Ausbringen von Kalk werden optimale Wachstumsbedingungen für den Rasen geschaffen.
Der erste Schnitt des Jahres
Nachdem die grundlegenden Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Rasen frühestens zwei Wochen nach dem Düngen gemäht werden.

Bei dem ersten Schnitt des Jahres ist es entscheidend, die Gräser nicht zu kurz zu schneiden. Sobald die Halme etwa 7 cm hoch sind – meistens im März – ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Der Rasenmäher sollte dabei auf eine höhere Schnitthöhe eingestellt werden.
Achtung: Ein zu kurzer Schnitt könnte die Wurzeln beschädigen. Nach dem ersten Schnitt fördert regelmäßiges Mähen das Wachstum und sorgt dafür, dass der Rasen dicht und gesund bleibt. So steht einer prächtigen, grünen Wiese, an der sich sowohl Erwachsene als auch Kinder erfreuen können, nichts mehr im Wege – der Sommer kann kommen!